Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-95782
Ergebniß. 
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ten zu einem so abentenerlichen Zuge bewogen haben könnte; es ist kaum 
zu glauben, daß ihre Kraft ausreichte, um durch stärkere nnd zahlreichere 
Völker, Vor denen sie einst hatten weichen müssen, hindurch in 
das Hoihland von Medien zu dringen; noch weniger, um ihnen 
als sie geschlagen heimkehrten die Rückkehr an den Pontos zu öffnen. 
Diese Bedenken legen die Annahme nahe, daß nördliche Reiterstä1nme 
die vom Oxus her in Medien einbrachen mit dem allgemeinen Namen 
Skhthen bezeichnet worden seien, daß die am Oxus hausenden Saken 
nicht die Skoloten vom schwarzen Meere, jenen Einfall in Medien, 
die Ueberziehung Vorderasiens unternommen haben könnten. Ktesias 
berichtet, daß König Kyaxares von Medien mit den Saken lange nnd 
schwere Kämpfe zu bestehen gehabt habe, die unter einer kriegerischen 
Königin Zarina in Medien eingebrochen seieniJ. Aber Herodot erzählt 
in beftimmtester Weise von Veränderungen, welche sich während der 
Abwesenheit der Skoloten in Asien am Pontos zugetragen, von der Rück: 
kehr der in Asien eingebrochenen Horden der Skoloten an die Maeotis. 
Danach bleibt in Betracht der in Herodots Erzählung aecentuirten 
Angabe, daß der Einbruch der Skhthen vom laspischen Meere her 
erfolgte, nur die Annahme übrig, daß es die Stämme der Sarg 
.n1aten waren, welche im Jahre 633 V. Chr. gegen den Kankasos 
vordrangen, daß sich dieser Bewegung benachbarte Horden der Sko: 
loten vom Tanais CDonI bis zum Tyras LDniestrJ hin anschlossen. 
Diese Annahme wird dadurch unterstützt, daß der Führer der eins 
brechenden Horden bei einigen Tanaus heißt2J; es waren mithin 
Stämme vom Tanais, donische Stämme d. h. Skoloten und Sarg 
maten, ans deren Flußnamen der Name des Führers gebildet wurde. 
Nur am westlichen Ufer des kaspischen Meeres, nur durch den Paß 
Von Derbend war es möglich, daß zahlreiche Reiterschaaren den Weg 
L 
U Diod. 2, 34. Der Astibaras des KtesiaS entspricht dem Khaxares. Von 
der Zarina erzählt Nikolaos von Damaskos nach Ktescas, daß der Saken König Mars 
makes gewesen sei, sein Weib Zariuaea. Jn der Schlacht habe sie Ein MADE, 
.SkVyc1Ugaeo93, der Srhwiegersohn des Astibaras, vom Pferde geworfen, aber, von 
Ihrer Schönheit getroffen, sie auf ihre Bitte verschont. Danach wurde StrhangaeoS 
von Marmares gefangen, und als er ihn auf Zarinaea7s Bitte nicht losgeben, 
fvndern tödten wollte, ermordete sie ihren Mann, übernahm die Herrschaft, gab 
Den Strha11gaeoS frei und schloß endlich Friede und Bündnis; mit den Medern. 
SkWU11gaeo8 aber tödtete sich, als sie seine Bitten um Gegcnliebe nickt erhörte; 
Mem. 12 ed. Mue11ek; vgl. Gras. fka;;m. Pers. 12 bei Bähr.  2z Justin 1, I. 
DAß Herodot den Madhas d. h. den Führer der Skoloten als Führer des ganzen 
Zuges nennt, wird man gegen diese Annahme uidht geltend machen können.
        

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