Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-95497
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Die Sarmaten. 
wenn allein gerudert wird. Gegen Morgen von diesem Meere liegen 
große Ebenen, in welchen die Saken und über diesen am Jaxartes 
die Massageten wohnenU  es ist das Gebiet der Turauier des 
,Zendavesta, die Ebenen der lanzenführenden Reiter des Firdusi 
Es. Bd. III is; ,,iiber den Massageten sitzen die Jsfedonen1IU. 
Den Namen der Jssedonen hatte den Griechen zuerst der Lhder Alls 
man genannt Her blühte um das Jahr 610J, nnd Aristeas von Proi 
konnesos seiner Jnsel in der PropontisJ, der um das Jahr 560 v. Chr. 
lebte, rühmte sich, selbst zu diesem Volke gelangt zu sein2J. Abends 
wärts vom kaspischen Meere setzt Herodot das größte Gebirge der 
Erde durch die Höhe und Menge seiner Berge, den Kaukasos. Dies 
Gebirge sei von vielen Völkern bewohnt. Unter diesen hebt bereits 
Hellanikos die Kerketaeer CTscherkessenJ hervor3J. Nordwärts vom 
Kaukasos, westwärts bis zur nördlichen Spitze der Maeotis und bis 
zum Tanais CDonJ hin, einem ,,großen FlnsseU, welcher, wie Herodot 
versichert, aus dem Norden, aus einem großen See im Lande der 
Thyssageten herabkommt, aber in einem noch größeren See endet, 
nämlich in der Maeotis, wohnten die Sauromaten, die Sarmaten der 
späteren Schriftsteller. iJhr Land ist nach Herodots Beschreibung 
eine einzige große Ebene, in welcher weder Frucht: noch Waidbäu1ne 
wachsen, und erstreckt sich funfzehn Tagereisen am Tanais aufwärts4J. 
Herodot stellt die Sauromaten unter die Herrschaft eines Königs5J; 
nach Strabons Bericht lebten sie dagegen in viele Stämme getheilt 
von den Heerden und der Jagd, welche in den Sümpfen auf Hirsche 
und Eber, in der Ebene auf Rehe und wilde Esel gehei An Pser: 
den seien die Sarmaten sehr reich; dieselben wären zwar klein, aber 
sehr heftig und widerspenstig, weshalb die Sarmaten wie die Skhthen 
die Hengste verschnitten, damit sie gehorsamer würden9J. 
Das Volk der Sarmaten bestand demnach aus Reiterstämn1en, 
welche die Steppen zwischen dem Don, der Wolga nnd dem 
Kankasos durchschwärmten. Männer und Weiber lebten zu Pferd, 
auch die Weiber wußten den Bogen zu führen und zogen mit auf 
die Jagd. Diese männlichen Sitten der sarmatischen Weiber sind 
offenbar die Grundlage jener griechischen Sage, daß die Sarmaten von 
O Hetddvt 2, 203. 7, sit. Ueber die Vcrweöhselung des AraxeS und Jaxars 
te8 bei Herodot s. Bd. II.  2J Herod. 5, 13.  S; Herab. 1, 203. 2o4. 
4, 4o. 11el1:mic. smgm. 109 ca. Mütter.  is; Herodot 4, 21. 57. 128. Vgl. 
Strabon p. 496s498.  H Herod. 4, 119.  es; Strabon p. 302. 312.
        

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