Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-95266
Die 
vier 
Großmäcyte. 
715s 
s550 
Ehr. 
If 
Sanherib 
und 
feine 
Nachfolger. 
Seit dems Beginn des neunten Jahrhunderts war Asshriensin stetem 
Fortschreiten nach Westen geblieben. Jn den letzten funfzig Jahren 
hatten die Könige Phnl, Tiglat Pilefar und Salmanassar  
die Herrschaft über Shrien, von den Streitigkeiten und Fehden der 
syrischen Stämme unterstützt und von dem einen gegen den. andern, 
von Israel wie von Juba selbst herbeigerufen, Schritt vor Schritt 
erweitert. Salmanassar. hatte den SChlnßstein gelegt. Er war bis 
an die Küste des Mittelmeeres vorgedrungen; die Städte der Phoes 
niker, welches den Handel nnd den Reichthum der damaligen. Welt in 
ihren Mauern zusatn1nenfaßten, die lockendste Beute für einensErk 
oberer, wie ihre Kolonien auf der Insel Kypros waren Bestandtheile 
des OfiVtischen Reiches geworden.  
Solche Erfolge mußten thatkräftige Fürsten auf dem Throne von 
Ninive einluden, den betretenen Weg weiter zu verfolgen. Der Sohn 
nnd Nachfolger Salmanassars, König Sanherib Cseit 713J warf sich 
Mit voller Entfchiedenheit in diese Richtung. Nikhk UUV few KViE8Ss 
thaten, auch die Bauten, die er zu Ninioe unternahm, haben sein 
GEdäChkUiß erhalten. Sanherib nahm seine Residenz wieder in der 
nördlichen Stadt, in Ninive, wo des Ninos und seiner Abkommen 
Königsbnrg und Paläste gestanden hatten oder damals noch standen. 
An der Mündung des Khosr in den Tigris errichtete Sanherib sein 
Skhloß; das Dorf Kujundschik, Mosnl gegenüber, steht auf und neben 
den Ueberresten desselben. Es war Von großem Umfangez ein und
        

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