Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-95071
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Amos. 
PWphet 
Der 
aus Aegypten, so läßt Amos den Jehova sprechen, leitete ich euch 
nicht vierzig Jahre in der Wüste, daß ihr das Land der Amoriter, 
die hoch waren wie Cedern und stark wie Eichen, erobern solltetP 
Erweckte ich nicht aus euren Söhnen Propheten und Geweihte aus 
euren Jünglingen1JP Höret dieses Wort, die ihr Geringe bedrückt 
und die Armen zermalmt2J, die ihr euch auf verpfändeten Kleidern 
hinstreckt und den Wein der Gebüßten trinkt, die ihr Gerechte bedrängt 
und die Armen am Thore beuget3J, die ihr Diirftige für Geld und 
Hülflose für ein Paar Schuhe kauft4J, die ihr Vater und Sohn zu: 
sammen zu einer Buhlerin gehet und sprechet: wann ist Neumond, 
daß wir Korn verkaufen, das Epha kleiner und den Sekel größer 
machen und die Wage zum Betrage fälscheni Jagt denn das Roß 
auf dem Felsen und pflügt man den Stein mit Rindern, daß ihr das 
Recht in Gift verkehrt und der Gerechtigkeit Frucht in Wermuth9JP 
Weil ihr den Geringen niedertretet und ihn mit Abgaben drückt, habt 
ihr anmuthige Weinberge und Quaderhäuser gebautsJ. O ihr Siche.s. 
ren in Zion und ihr Sorglosen aus dem Berge Samaria, die ihr fern 
wähnet den Tag des Verderbens und in die Nähe schleppt den Stuhl 
des Unrechts, die ihr auf Elsenbeinbetten liegt und auf Ruhelagern 
euch ausstreckt, die ihr die Lämmer der Heerde und die Kälber der 
Mast verspeiset, die ihr auf der Harfe ftiiInpert, um Saitenspiele zu 
ersinnen wie David7J, die ihr Weinschaalen ausleert und mit dem 
besten Oele euch salbt  ihr sollt nicht wohnen in euren Hänsern 
und den Wein aus euren lustigen Gärten nicht trinkeul8J Gehet hin 
nach Bethel und siindigt, nach Gilgal und sündigt noch mehrt Bring 
get alle Morgen eure Opfer und am dritten Tage eure Zehnten, zün: 
det Dankopfer an und rufet freiwil1ige Opfer aus9Jl Suchet mich 
niiht zu Bethel und gehet nicht nach Gilgal und Beerseba. Ich hasse 
eure Feste und mag mich nicht laben an euren Opfern und blicke nicht 
auf eure Danks und Mastkälber. Entfernet eurer Lieder Lärm und 
laßt mich euer Harsenspiel nicht höreni0J. Lasset das Recht fließen 
wie Wasser und die Gerechtigkeit wie einen unversiegbaren Bach. 
Sucher Gutes und nicht Böses, damit ihr lebet und stellet am Thore 
das Recht festUJ.  Aber sie häufen Unrecht und Raub in ihren 
Palästen. Darum kommt der Feind rings um das Land und reißt 
5D
        

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