Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-92631
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Lyder. 
Die Sage der 
Jahrhunderts die Geschichte seines Landes in vier Büchern in grie: 
chischer Sprache geschrieben hats, von welcher indeß nur geringe 
Bruchstücke übrig sind, haben uns einige Züge der lydischen Sage 
erhalten. Die Lhder führten den Ursprung ihres Volkes, mindestens 
den Ursprung ihrer Fürsten auf die Götter zurück. Zuerst herrschte 
Attys, der Sohn des Gottes Manes über die Lyder; nach ihm hießen 
die Könige, seine Nachkommen welche bis zum Jahr 1224 v. Chr. 
über Lhdien herrschten, Attyaden. Dem Atths folgte sein Sohn 
Lydos, der dem Volke den Namen gab. Der Stamm der Torrheber 
wird von dem Bruder des Lydos, dem Torrhebos, der Stamm der Asio; 
neer, welcher die afifche Wiese am Kahstros bewohnte, von Asios dem 
Enkel des Manes abgeleitet2J. Von den Herrschern, welche dem Lydos 
folgten, war Alkimos der frommste und der gerechteste. Unter seiner 
Herrschaft war Ruhe und Friede in Lydien, jeder lebte sicher und 
ohne Furcht nnd Alles gedieh. Nach Alkimos herrschte König Akia: 
mvs. Dieser sendete ein Heer nach Shrien unter der Führung des 
Askalos, der hier von Liebe zu einer Jungfrau ergriffen die Stadt 
Askalon gründete3J. Danach wird von einem König Meles erzählt. 
.Herodot,berichtet, daß diesem ein Kebsweib einen Löwen geboren, den 
er der Weisung des Orakels von Telmessos gemäß, um die Mauern 
der Hauptstadt tragen ließ, damit sie uneinnehmbar seien4J. Xanthos 
sagt, daß König Meles, der tyrannisch und grausam regiert habe, von 
einem sehr gerechten und tapferen Manne dem Moxos, der Herrschaft 
beraubt worden sei, nachdem dieser den Göttern gelobt, daß die Lyder 
zum Dank für diese Befreiung ihnen fortan den Zehnten darbringen 
sollten. Deshalb opfern die Lyder jedes zehnte Haupt ihrer Thiere 
den Göttern. Moz:os aber zog nach Syrien und ergriff hier die 
Atergatis mit ihrem Sohne Jchthys Cd. h. FischJ. Sie wurde zur 
Strafe für ihre Frevel in den See von Askalon gestürzt und von den 
Fischen verzehrt. Danach regierte König Kambletes, der sein Weib 
in Stücke schnitt nnd verzehrte; als aber die Schandthat offenbar 
wurde, tödtete er sich selbst mit dem Schwertes. Nach diesem gebot 
U suid4is .Eoisss9o;. Eph. krggm. 19. Dion. Aal. Jud. de Ti1ucyk1.ks 2J Hewd. 
I, 7. 94, 45. Dion. Aal. I, 27. 28.  3j Xantl1i fragm. 10. Njcol. Das 
umso. kks.gm. 26. 29 ed. Müller.  4J Herab. 1, 4s. Die Sage bezieht sich offeus 
bar auf die Gründung Von Sardes; dieser Mele5 kann deshalb nicht mit dem 
drittletzten Sandoniden gleiches Namens, der in der ersten Hälfte des achten Jahrg 
h1mderts regierte, identifieirt werden.  5J ximt11i kkagm. 11. 12. Nicol. Damusc. 
fragm. 25. 2s ed. Müller.
        

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