Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-91697
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Stämme Kanaang. 
Die 
Wenn die Ueberlieferung der Hebraeer die Kananiter nicht von 
Sem dem Stammvater des eigenen Volkes abstammen läßt, sondern 
von Cham dem zweiten Sohne Noah7s, wenn sie damit den Kananis 
tern eine schlechtere Abkunft als dem eigenen Volke giebt und sie zu 
den Aeghptern, zu den Völkern des Siidens stellt, obwohl die Kanai 
niter. dieselbe nur dialektisch verschiedene Sprache redeten wie die He: 
braeer, so kennen wir die Motive zu dieser Stellung der Kananiter 
bereits CS. 268J. Der Sohn ChamsKanaan zeugte nach dem Bericht der 
Hebraeer Sidon, seinen Erstgeboreuen, nnd den Chet und den Arno: 
riter nnd den Cheviter und den Arvaditer und den Hamatiter. Der 
Stamm der Sidonier welcher damit als der älteste Kanaans bezeich: 
net ist, hatte nordwärts vom Karmel unter den Gipfeln des Libanon 
einen schmalen Küstenstrich inne. Der Name Sidonier bedeutet Fisch: 
fänger; der Fischfang war die naturgemäße Lebensweise eines auf 
einen Küstenstrich geringer Breite beschränkten Stammes. Die Städte 
dieses Stammes waren Sidon nnd Zor, bei den Griechen Tyros. 
Weiter nordwärts an der Küste am Eleutheros CNahr KebirJ finden 
wir die Arvaditer im BesiH eines nichtsunansehnlichen Gebietes, und 
eines Felseneilands vor der Küste, auf welchem die Stadt Arvad 
LArados bei den GriechenJ lag, endlich am Naht Jbrahim CAdonisI 
einen dritten Stamm, die Gibliter d. h. die Bergbewohuer, welche 
zwei Städte Byblos CGebalJ und Berhtos zwischen dem Gebiete der 
Sidonier und dem Gebiet von Arvad in Besitz haben. Im inneren 
Lande wohnten südlich zwischen der Küste und dem todten Meere die 
Söhne Chets, die Chetiter. Den Mittelpunkt ihres Gebietes bildete 
das kahle und steinige Bergland um Hebron1J. Weiter nach Norden 
saßen die Cheviter in den schönen Gebirgsthälern um Gideon uudx 
Sichem nordwärts bis nach Hamath am Orontes hin2J. Nordosts 
wärts jeuseit des Jordan hatten die Amoriter, ein zahlreicher und 
kräftiger Stamm das Land vom Jabbok bis zum Hermon inue3J. 
Der Küstenstrich im Süden von Gaza bis zum Karmel gehörte den 
Philistern. Diese zählt die Ueberlieferung der Hebraeer nicht zu den 
Söhnen Kanaans; sie läßt die Philister aus Aegypten, aus Kaphtor 
 unter diesem Namen ist wohl die östliche Meereskiiste von Unters 
aegypten zu verstehen  in dieses Gebiet eindringen und die Cheviter 
15 
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Genes. 
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Gutes.
        

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