Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-91639
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Exgeb1iisse. 
verwandelt, so lehnt sich diese Angabe wohl an den Namen dieser Quelle: 
Mara d. i. bitter. Wenn an einem andern Brunnen das Volk mit 
Moses hadert, so geschieht dies, weil diese Quelle Meriba CZaukJ 
heißt. Wenn, Jehova seinem Volke Wachteln sendet nnd Manna 
giebt, so sind große Züge von Wachteln durch die shrischeu Steppen 
nnd die Wüste am Sinai nichts selteues und in einigen Thälern dieser 
Halbinsel, in der Umgebung von Firan wird noch heute Manna 
Cder aus den Zweigen und Blättern der Tamariske rinnende SaftJ 
gesam1neltlJ. Alle diese Umstände benutzt die Ueberliefernng, um Jes 
hova7s Wohlthaten gegen sein Volk hervorzuheben, wie andere Episoden 
die Heilighaltnng des Sabbaths, des Rituals und anderer Satzungen 
des späteren Gesetzes und des späteren Kultus, den Gehorsam gegen 
die IPriester und Propheten einschärsen.  
Die Jsraeliten hatten sich zum Auszuge ans Aeghpten bei 
Ran1ses gesammelt, der Stadt, welche sie selbst erbaut, welche im 
Mittelpunkte des Landes Gosen lag. Die Absicht ging nicht weiter, 
.als sich der Herrschaft Aeghptens zu entziehen nnd in der Wüste 
jenseit der befestigten Grenze Aeghptens die Lebensweise der Väter 
wieder aufzunehmen. Mit den Midianitern waren Verbindungen ans 
geknüpft; in Gemeinschaft mit ihnen durfte man hoffen, der Ver: 
folgung, den Angriffen der Aeghpter widerstehen zu können. Dem: 
gemäß richtete sich der Marsch der Jsraeliten Von Ramses südost: 
wärts, um auf dem kiirzesten Wege die Wüste Sin, die Weidestrecken 
der Midianiter zu erreichen. Jn starken Tagemärschen eilten die 
Jsraeliten längs der bitterer: Seen über Suchoth, Etham nnd Hiroth 
zur Nordwestspihe des rothen Meeres. Sie hatten den äußersten 
Busen bereits hinter sich, als das Heer Menephta7s nach der Angabe 
der Ueberliefernng am entgegengesetzten Ufer erschien. Danach bewegte 
sich der Zug der Jsraeliten der Westküste der Sinaihalbiusel folgend 
über Mara und Elim nach dem heiligen Berge, nach dem Serbal. 
Die Amaleliter widersetzten sich dem Zuge der Jsraeliten; sie gedach: 
ten nicht, ihre alten Triften in den Oasen der Wüsteu Sur und 
Paran mit neuen Anköm1nlingen zu theilen. Bei Raphidim nordi 
wärts vom Sinai siegteu die Jsraeliten. Dieser Sieg gestattete ihnen 
den Sinai zu erreichen 1n1d in der schönen Oase am Fuße dieses 
Berges, im Wadi Firan längere Zeit zu lagern. Wadi Firan gewährt 
Briefe 
U Lepfius 
245.
        

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