Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-91125
todten Meeres. 
Die Städte der 
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gewesen, durch Erdbeben und Ausbriiche des unterirdischen Feuers 
ihren Untergang gefunden hätten; der Asphaltsee Cdas todte MeerJ sei 
an ihrer Stelle hervorgeströmt1J. Tacitus sagt: ,,Unfern des todten 
Meeres liegt die Ebene, welche einst reiche und große Städte trug, 
die durch Blitzstrahlen entzündet verbrannten. Hier hat die Erde, 
selbst von verbranntem Ansehen, die fruchttragende Kraft verloren. 
Alles was hier wächst oder gesäet wird, verwelkt alsbald schwarz und 
hohl zu Asehe. Wie ich zugebe, daß die einst berühmten Städte durch 
Feuer vom Himmel verbrannten, so glaube ich, daß die Ausdünstungen 
des großen Sees den Boden und die Luft darüber verderben2J.U 
Den vnlkanischen Ursprung des todten Meeres beweist die Natur 
feines Wassers und die Art feiner Umgebungen; es ist darum 
kein Grund zu bezweifeln, daß hier einst ansehnliche Städte durch 
ein Erdbeben ihren Untergang fanden. Die Verwandelung des Weis 
bes Lots in eine Salzsäule hat wohl ihren Grund in den großen 
Salzblöcken, welche noch heute rings um den See gefunden werden. 
Die 
HebraIeer 
in 
Aegypten. 
Der Stamm, welcher sich Von den Edomitern getrennt hatte, 
um westwärts vom Gebirge Sen an der Südspitze des todten Meeres, 
an der Grenze der aeterbauenden Distrikte Kanaans seine Heerden zu 
weiden  die Söhne Jakobs  vertauschten diese Weidestrecken mit 
anderen ohne Zweifel ergiebigereu, welche am östlichsten Arme des 
Nil lagen. Er zog von der Siidgrenze Kanaans an die Ostg1senze 
Aegyptens. Diese Veränderung des Weidebezirkes kann die Folge der 
Furcht vor den stärkeren Edomitern oder der Bedrängung durch diese, 
U Strabon p. 7s3. 764.  2J Tacieus hist. 5, 7 nennt das todte Meer in 
einer sehr übertriebenen Schilderung ,,einen See Von ungehe1Ireui Umfange, welcher 
den Anblick des Meeres dardietess; die Länge beträgt zwölf, die Breite drei bis vier 
Meilen. ,,DAs Wasser ist von verdorbeuem Gescbmaä, fügt er hinzu, und bringt 
den Anwohnern durch die Stärke des Geruches verderblicI;e Krankheiten. Es wird 
nicht vom Winde bewegt, noch duldet es Fische oder Wasservögel, aber des Schwims 
mens Unknndige werden wie Knndige von ihm getragen. Zu gewissen Zeiten des 
Jahres führt es Asphalt an die Oberfläche, dessen schwimmende Massen ans Ufer 
gezogen und wenn sie durch die Kraft der Sonne und die Ausdüustnng der Erde 
warm geworden sind, wie Balken durch Axt und Keile in Stücke geschlagen were 
helft; I. o. c. 6. ,
        

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