Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-90214
19cj 
der 
Kunde 
Die 
Griechen. 
der sonst einförmigen Landschaft. Diese Ueppigkeit der Vegetation 
sammt den eigenthümlichen Natnrverhältnissen des Landes mußte 
eine befähigte Bevölkerung. bald zu regelmäßigem Anbau und höherer 
Kultur treiben. Der Schutz des Ackers vor der reißenden Uebers 
schwemmnng, die Leitung des Wassers in die höheren Gegenden, die 
Entwässerung der Siimpfe mußten zu Vorkehrungen führen, welche 
der technischen Fertigkeit Ursprung und Fortschritt gegeben haben 
werden. Man brauchte hier stärkere Dämme, ableitende Kanäle und 
Bassins von größerem Umfang gegen die rasehe Ueberflutung nnd 
längere Wasserleitungeu, um die Ueberschwemmung bis in die Mitte 
des Landes zu führen, als in Aegypten. 
Die Bücher der Hebraeer nennen das Land am mittleren Laufe 
des Euphrat nnd Tigris Aratn Naharaim Cd. h. das Oberland der 
beiden FliisseI, die untere Ebene Sinear. Denselben Namen geben die 
Jnschriften Ninive7s und Babylons selbst. Die Griechen nennen 
das Land nach der Hauptstadt Babel Babylonien1J. Herodot sagt, daß 
Belos der oberste Gott der Babylonier nnd die Chaldaeer dessen 
Priester seien. Er beschreibt das Land und die Stadt Babylon, den 
Tempel des Belos, die Sitten und Gebrauche der Einwohner. Aber 
er berichtet nichts von der Geschichte des Landes, als daß viele Köi 
nige über Babylon geherrscht nnd daß unter diesen zwei Frauen 
getvesen7J. Als wißbegierige Griechen in den Orient gelangs 
ten, war die alte Macht Babylons und Ninive7s längst versunken 
und die Meder und Perser, welche an deren Stelle geboten, hatten 
geringes Interesse, die Griechen von der Borzeit, von der Macht und 
Herrlichkeit ihrer alten Feinde nnd vormaligen Beherrscher zu unter; 
richten. So hielt sich deren Forschung zunächst an die Bauwerke, 
welche übrig waren, an die eigenthiimlichen Sitten und Gebräuehe, 
welche ins Auge fielen, an die üppige Fruchtbarkeit des babylonischen 
Landes, welche eine Folge der Anstrengungen jener alten Herrscher 
war. Aristoteles bemerkt, daß man in Babylon Beobachtungen des 
Himmels haben wolle, welche 3l,000 Jahre vor Alexander hinaus: 
reichten3I. Diodor berichtet, daß Belos eine Kolonie aus Aegypten 
nach Babylonien geführt, daß er Ach am Ufer des Euphrat nieder: 
gelassen und die Priester, welche die Babylonier Ehaldaeer nannten, 
ähnlich wie in Aegypten von allen Steuern und öffentlichen Leistungen 
II Der griechischen Bezeichnung 
Grunde.  2; Herod. I, 17a.2oo. 
Vabiru zu 
liegt offenbar die persifä;e Form 
 sJ Akist. do endete p. 503.
        

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