Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-90139
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Leben. 
Gefelliges 
rungen; auch die Maler und Bildhauer erscheinen tin den verschiedes 
neu Momenten ihres Berufes; die Proportionstafeln, nach welchen sie 
arbeiteten, sind erhalten. 
Das Leben der begiiterten Aeghpter war schon vor dem Einfall 
der Hhksos, wie uns die Gräber Von Beni:Hassan lehrten, von man: 
nigfachem Schmuck umgeben Lob. S. 92J. Die Häuser der Begü: 
terten  nach den Darstellungen der Monumente im Gegensatz zu 
den Palästen und Tempeln in leichtem und zierlichem Stil erbaut  
hatten mehrere Stockwerke nnd waren mit den noch heute im Orient 
gebräuchlicheu Gallericn und Terrassen versehen. Bei den Landhän: 
fern gab es schattige Gänge von genau in Reihen gepflanzten Bäns 
1nen und abgezirkelte Blumenbeete, zierliche PaVillons und Wasser: 
beekeniJ. Während das Volk nur sein linnenes Hemd trug und einen 
wollenen Mantel darüber, die Handarbeiter und die untersten Klas; 
sen nur einen Srhurz um den Leib, war die Kleidung der Vor: 
nehmen gewählt und zierlich. Die Frauen, welche in Aeghpten eine 
freiere Stellung einnahmen, trugen vielfachen Schmuck: Hal6ketten, 
Ohrgehänge, Armbänder; Ringe der mannigfachsten Form zierten fast 
jeden Finger. Jhr Haar ließen sie künstlich ordnen, sie badeteu häufig 
und machten einen ausgedehnten Gebrauch von Salben. Man lebte 
gesellig im alten Aeghpten. In den Gräbern von Beni Hassan sehen 
wir Männer, welche sich im Palankin in Gesellschaft tragen lassen, 
in den Gräbern am Ramesseion fahren sie im Wagen dahin. Ge: 
schmückte Männer nnd Frauen verkehren dann im Saale mit ein: 
ander, hellfarbige nnd schwarze Sklaven, zum Theil zierlich gekleidet, 
reichen ihnen Blumenkränze und Schalen. Der Tisch ist gedeckt. 
Brod, Feigen und Trauben in Körbchen, der Wein in Glasflaschen, 
Gemüse und anderes Geflügel ist aufgeselzt. Die festen Speisen wer: 
den mit den Händen, die flüssigen mit Löffeln gegessen. Bei diesen 
Mahlzeiten scheinen die Aeghpter nicht eben mäßig gewesen zu sein. 
Nach Herodots Erzählung wurde bei den Gastmahlen ein kleines hist: 
zerneö Mumienbild hernmgereicht mit der Aufforderung: ,,schau diesen 
an und sei lustig und trinke; wenn du todt bist, wirst du wie dieser 
seinLU Diese Ermahnung muß Früchte getragen haben. Auf Bildern 
der Denkmale geben nicht bloß Männer sondern auch Frauen 
das Uebermaß der genosseuen Speisen und Getränke wiedersvon sich, 
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