Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-89636
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KriC9 
Der 
gegen 
die 
Cheta. 
ein großer Schrecken drang in seine Glieder und er sprach: Groß; 
müthiger König, halte an und laß uns den Hauch unseres Lebens 
rettenl Was können wir thun, Ramses Miamun, mein guter HerrP 
Siehe was die Majestät dem Wagenlenker erwiderte: Muth, festige 
dein Herz, mein Wagenlenker. Ich will eindringen in ihre Mitte 
wie der göttliche Sperber, sie werden umgestürzt und niedergehauen 
in den Staub fallen. Atn1non wäre kein Gott, wenn er mein Ant: 
litt, nicht verherrlichte vor ihren unzähligen Schaaren. Der König 
drang in das Heer der elenden Cheta, sechsmal drang er ein in 
ihre Mitte. Gegen die Stunde des Abends kamen die Bogens 
schützen und Wagen; sie sahen, daß Ramses Schwert Sieger war 
und daß Ra, sein Vater, mit ihm war und daß er die Völker zur 
Sänfte seiner Nosse gemacht hatte, nnd sie fanden die Gegend mit 
Todten bedeckt. Seine Heiligkeit sagte seinem Heere und den Führern: 
Keiner von euch hat. wohl gethan mich allein in der Mitte der Feinde 
zu lassen. Ich habe gekämpft, ich habe Tausende von Feinden zurück: 
geworfen und ich war allein. Die Rosse welche mich zogen waren 
,,Macht in Thebens, und ,,Ruhe im oberen Gebieten. Ich will, daß 
sie Körner erhalten sollen jeden Tag vor dem Gotte Ra, sobald ich 
in meinen königlic;en Thoren sein werde. Als die Erde wieder hell 
wurde, ließ er die Schlacht wieder beginnen und warf sich in den 
Kampf, wie der Stier, welcher sich auf Gänse stürzt; der große 
Löwe, welcher neben seinen Pferden war, mit ihm, die Wuth ent: 
flammte alle seine Glieder. Sie wurden vor seinen Stuten in Stücke 
gehauen. Da sandte der Fürst der Cheta, den großen Namen seiner 
Majestät anzurufen. Du bist die Sonne, der Gott beider Welten, 
du bist Sutech lSet, ThphonJ, der große Sieger, der Sohn des Him: 
mels. Baal ist in allen deinen Gliedern. Der Schrecken ist auf 
dem Lande der Cheta, du hast dick seiner Eingeweide für immer be: 
mächtigt. Der Sklave sagte, indem erszu dem Pharao sprach: Da 
Ammon dir gegeben hat, daß Aeghpten und das Volk der Cheta 
Sklaven zu deinen Füßen seien, und Ra dir die Herrschaft über sie 
verliehen, kannst du deine Sklaven tödten, sie sind in deiner Macht. 
Wir liegen niedergebeugt ans der Erde, bereit deinen Befehlen zu 
gehorchen. O tapferer König, Zierde der Krieger, schenke uns den 
Athem des Lebensl Der König ließ die Befehlshaber versammeln, 
um die Antwort zu schreiben nnd schiffte nach Mittag. Er kehrte 
in Frieden mit seine1n Heere nach Aeghpten zurück. Die ganze Erde
        

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