Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-87765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-89247
alten Reiches. 
Kunst des 
Die 
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vor ihm eine Anzahl kleinerer Figuren, welche nach Tracht und Bil: 
dung Fremde sein müssen. Der Häuptling der Fremden, in ein 
buntes Hemd gekleidet, führt einen Steinbock und verbengt sich ehr: 
furchtsvoll vor dem Nomarchen; seine Begleiter sind einfacher ge: 
kleidet, mit Lanzen und Bogen bewaffnet; einer von ihnen schlägt mit 
dem Plektron die Leier. Bier Frauen folgen in langen buntgewirkten 
Gewändern bedeckten Hauptes; ein Esel, der von einem Knaben mit 
der Lanze getrieben wird, trägt zwei Kinder, ein zweiter Esel Waffen 
nnd Geräthe. Das Paphrusblatt, welches Chnu1nhotep7s Schreiber 
seinem Herrn iiberreicht, belehrt uns, das; Abusa mit 36 Begleitern 
ans dem Volke der Aam LAmmoniterPJ im sechsten Jahre Sesortosis7 ll 
dem Statthalter von Hermopolis Geschenke dargebracht habeIJ. 
 Vergleicht man den technischen und künstlerischen Werth der Werke 
jener Epoche, welche die großen Phramiden entstehen sah, mit dem der 
Ueberreste aus der Zeit der Amenemha und Sesortosis  sie sind nach 
unserer Annahme durch einen Zeitraum von etwa fünf Jahrhunderten 
getrennt ss, so beweist die erstere in jenen großen Denkmalen, in 
deren Gängen und Kammern eine Behandlung des Mauerwerks in 
Bruchstein, welche niemals übertroffen worden ist. Ihre Skulptur 
zeigt breitere und untersetztere Gestalten, mit stärker accentuirten, aber 
gut gefor1nten Muskeln. Die Ornamente bestehen ans einfachen, geraden 
Linien, neben welchen sich kaum ein anderer Schmuck, als der des 
Lotosblattes zeigt. Der Stil ist gehalten nnd ruhig und bleibt 
der Natur näher als in späteren Zeiten. Jn den Denkmalen der 
Sefortosis nnd Amenemha ist die Ornamentirung bereits viel reicher 
geworden. Wir begegnen hier den ersten Säulen. Sie sind stark, 
kannellirt und durch einen einfachen Würfel gekrönt. Die Gestalten 
der Skulptnr sind etwas länger und schlanker geworden; die Basreliefs, 
mit großem Fleiße nnd großer Feinheit gearbeitet, zeigen zuweilen sehr 
glückliche Momente von Natürlichkeit nnd Wahrheit des Ausdrucks, 
wenn sie auch die Perspective vollkommen vernachläfsigen. Sie sind 
stets sorgfältig bemalt. Auch die Staudbilder aus Kalkstein wurden 
vollständig bemalt; bei den Statuen von Granit erhielten nur die 
Bekleidung, die Augen und die Haare Farben II. 
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c17Egypte P. 69. 
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