Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Alterthums
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-80895
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-82463
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Hiftorifche 
ErgebnissSi 
gegen die räuberischen Drhoper, welche auf den Höhen des Pindos 
und Tymphrestos saßen, beigestanden; er sollte die Stadt Trachis 
gegründet nnd diese dem Fürsten der Malier, dem Kehx übergeben 
haben. Hier in Trachis hatte er die Deianeira zurückgelassen, als 
er gegen den Enrytos ausgezogen war, auf dem Gipfel des Oeta 
über Trachis hatte er sich selbst verbrannt, dem Kehx hatte er seine 
Söhne befohlen. Keyx wagte nicht, sie vor den: Eurysthens zu 
schützen, der ihnen nachstellte, weil ihr Recht auf den Thron von 
Mykene besser war, als das seine. Sie fanden in Attila Aufnahme, 
wo ihnen an der Ostküste Trikorythos bei Marathon zum Wohnsitz 
angewiesen wurde. Eurysthens zog mit einem Heer von Mykene 
nach Attika, die Herakliden zu verderben, aber er wurde Hier von 
den Athenern überwunden nnd blieb selbst in der Schlacht. Nach 
einigen hatte ihn Hhllos, des Herakles Sohn von der Deianeira, 
nach anderen Jolaos, des Herakles Neffe und Waffengefährte, er: 
schlagen. Bei Marathon, aber auch bei Gargettos in Attika und 
auf dem Jsthmos wurde des Eurystheus Grab gezeigt is. Diese 
Sage von der Aufnahme der Herakliden in Attila hat ihren Grund 
in dem Kultus des Herakles zu Marathon, im Gebiete der alten 
Vierstadt auf der Ostkiiste von Attila. 
Die historische Ausbeute, welche die Untersuchung der Sagen 
von den Jnachiden und Danaiden gewährt, reicht nicht über den 
Ertrag hinaus, .daß die Niederung des Jnachos, daß Argos d. h. 
das Weiße, das Leuchtende, mit seiner Steinburg ein alter Mittels 
punkt des Ackerbaues war, daß Argos die .Hera als seine Schutz, 
göttin verehrte, daß neben diesem Dienst die der Demeter und des 
Apollon, des Gorgotödters, in alter Zeit in Argos bestanden. Dann 
erhob sich Tirhns gegen Argos. Nahe an der See rings von 
Sumpfland umgeben, war Tirhns auf den Raub im Thale des 
Jnachos angewiesen. Dieser Gegensatz von Argos und Tiryns ist 
der Sage jene bittre Feindschaft der beiden Brüder, des Akrisios 
und Proetos. Endlich trat zu Tirhns und Argos ein dritter Ort, 
Mykene. Er lag auf dem Gebirge, welches die Ebene des Jnachos 
nordwärts begrenzt, nur wenige Stunden von Argos, so daß sich 
hier drei Burgen auf engem Raume einander gegenüber standen. 
1JHerodot 9, 27. Thukyd. I, 9. Pausan. 
57. Strabon P. 377. Apollodor 2, 8.  
1s 
1i 
Diodor
        

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