Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-80115
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Ehrenzeicheu 
und 
Auszeichnungen. 
guten Zeiten des ostnanifchen Reichs wurden die künftigen Paschas 
und Begs unter den Augen des Sultans an der hohen Pforte erzogen. 
Nicht blos Perser wurden zu Befehlshabern und Satrapen CKfha: 
trapavanJ d. h. zu Reichsbeschützern ernannt. Schon Kyros hatte 
auch den medifchen Adel durch Verwendungen in diesen Stellen zu 
gewinnen und mit dem neuen Stande der Dinge auszusöhnen gesucht. 
Die Meder standen den Persern von allen Jraniern a1n nächsten. 
Sie waren das zahlreichste nnd streitbarste Volk in einem großen 
und dominirenden Gebiete. Sie allein waren im Stande, die Herr: 
schaft den Persern ernsthaft streitig zu machen. Wurde Medien im 
Uebrigen wie jede andere Provinz behandelt Les lieferte jährlich 
450 Talente Steuer und 100000 Schafe für den HofJ, so ließ sich 
Dareios doch auch durch den Aufstand der Meder nicht abhalten, 
Männer dieses Volkes zu hohen Besehlshaberschaften zu befördern. 
Was eine.gute Schule gegründet hatte sollte durch ein zwecks 
mäßiges System der Behandlung der Offiziere und Beamten bei 
fördert und weiter entwickelt werden. Wir sahen bereits oben, daß 
es Regierungsmaxime im persischen Reiche war, geleistete Dienste 
reichlich zu belohnen. Beamte nnd Osfiziere, welche sich hervor; 
thaten, erhielten in die Augen fallende Auszeichnungen, die sie selbst 
zu größeren Leistungen, die übrigen zum Wetteifer ansporuen sollten. 
Nur der König der Perser, sagt Xenophon, erscheine in schönerem 
Schmncke als seine geschmiickten Freunde, denen sich sonst niemand 
vergleichen könne. Wer habe so reiche Freunde wie der König von 
Persien, wer gebe solche Geschenke wie er sie gewähre: Armringe, 
Ketten, goldgezäumte PserdeP Niemand dürfe dergleichen besitzen, 
dem es der König nicht verliehen II. Die Verleihung des Kaftans 
CKandhsJ war ein ziemlich häusiges Ehrenzeichen, höher standen die 
goldenen Armbänder, die goldene Kette, der goldene Kranz, der gol: 
dene Säbel, das Pferd mit goldenem Zaum. Auch andere goldene 
Kleinodien, Platanen oder Reben in Gold gearbeitet wurden Verlies 
hen2j. Das größte Ehrengeschenk dieser Art war die goldene Mühle 
im Gewicht von sechs Talenten. Eine besondere Auszeichnung war 
die Uebersendung einer Portion von der königlichen Tafel II. Das 
ZendaVesta verlangt den guten Gedanken, das gute Wort, die gute 
U Cyr. inst. 8, 2, 7ssss9. 8, 1, 40. s2J Herod. 3, 130. 8, 118. Cyr. just. 
8, B, 1s3. Xenoph. anab. 1, 2. Plut. Artaxerx. c.10ss14.  3J Xen9ph. 
anab. 1, 9, 25. Cyr. inst. 8, L, Z. Ctes. Pers. Bd. 22.
        

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