Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-71923
Das 
System 
der 
vier 
Weltalter. 
71 
geltende Tradition überliefert. Der König Spatembas, mit welchem 
er die Königsreihe Indiens eröffnet, kann auf den Mann Svaja1nbhuva 
bezogen werden, der in Indien dem Mann Vaivasvata Ld. h. Vivas: 
vats Sohn; vorangestellt wurde. Des Spatembas Nachfolger Budy: 
as könnte jener Bndha der Inder, der Sohn des Mondgottes, 
sein, welcher den Pururavas erzeugt; dieser selbst könnte in der 
gräeisirten Form Prarenas in dem Kradenas unserer Handschriften 
stecken. Wenigstens sprechen die Anklänge der Namen, welche das 
Verzeichniß des Megasthenes eröffnen, an die Tradition der Jnder 
für die Treue seines Berichts, welche noch weiter durch :jene An: 
gabe erhärtet wird, daß die Folge der Könige drei große Unter: 
brechungen erlitten habe. Das Gesetzbuch der Inder belehrt uns 
nämlich, daß die Welt vier Zeitalter durchgemacht habe: das Zeit: 
alter der Vollkommenheit, Kritajnga; das Zeitalter der drei Opfer: 
feuer d. h. der vollkommenen Erfüllung aller heiligen Pflichten, 
Tretajnga; die Periode des Zweifels, Dvaparajnga, in welcher sich 
die Kenntniß von den göttlichen Dingen verdunkelt habe; endlich das 
Zeitalter der Sijnde, in welchem die Welt sich gegenwärtig befinde, 
das Kalijuga. Das erste Zeitalter hat 4800 Götterjahre oder 
1,728,000 Jahre der Menschen gedauert, das Lebensalter der Men: 
schen betrug 400 Jahre; das zweite Zeitalter dauerte 3600 Götter: 
jahre oder 1,296,000 Jahre der Menschen, die Menschen wurden 
300 Jahre alt; das dritte Zeitalter dauerte 2400 Götterjahre 
oder,864,000 Jahre der Menschen, die Menschen erreichten nur das 
Alter von 200 Jahren; das gegenwärtige vierte Zeitalter werde 
1200 Götterjahre nnd 432,000 Jahre der Menschen währen, der 
Mensch könne in diesem nur noch ein Alter von 100 Jahren er: 
reichen II. Ein analoges Schema von vier Weltaltern liegt offenbar 
auch den drei Unterbrechungen der Königsfolge bei Megasthenes zu 
Grunde und wir wissen, daß andere Schematisirungen der vier 
Weltalter zwischen die vier großen Perioden Zeiten der Dämmerung 
einschoben; nur daß die Brah1nanen von Magadha, welche den 
Megasthenes bekehrten, sich für ihre Perioden mit geringeren Zahlen 
begnügten als Manu7s Gesetzbuch 2J. Jm Punkte der Zahlen, der 
1J Mann 1, 62 flgdc.  2J Funfzig Jahre nach des Megasthenes AnwFfens 
heit in Palibothra kannte man dort, wie aus den JUfFhV1fW ALVkW ZU G,IMEs 
hervorgeht, bereits den Kalpa d. h. die große PENVde VIII I000 MahA1U9Ci 
Lassen, End. Altetth. 2, 227.  
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.