Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-79762
Dareios 
Thrakien. 
855 
nordwärts Von Byzauz, längs der Küste des schwarzen Meeres hin, 
ziehen. Die Flotte erhielt die Weisung, im Pontus an der thraki, 
schen Küste nordwärts zu steueru, in die Donau einzulanfen und 
oberhalb der Mündungen mit einem Theil ihrer Schiffe eine Brücke 
über den Fluß zu schlagen. Das Laudheer marschirte von Bhzanz in 
derselben Richtung mit der Flotte, einige Tagemärsche von der Küste 
entfernt 1J. An den Quellen des Tearos Les sind wohl die des 
SiMkV MS, die bei Bunar Hissar theils warm, theils kalt hervori 
sprudeln  nach Herodots Angabe waren es acht und dreißigJ, ließ 
Dareios wie Herodot erzählt eine Sänle aufrichten mit der Jnschrist, 
daß Dareios, der Sohn des Hhstaspes, der König der Perser und alles 
Festlandes hierher gekommen und daß die Quellen des Tearos das 
beste und schönste Wasser von allen Flüssen gäben2I. Die thraki: 
schen Stämme, die Odrhsen im Thale des Artiskos Cd. h. des Teke 
deresi oder der RessowaJ und nordwärts die Skhrmiaden und Nip:s 
saeer, die Nachbarn der Griechenstädte Apollonia CSizeboliJ und Mes 
sembria CMisivriJ an der Küste, durch deren Landschaften der Zug ging, 
wagten keine Gegenwehr; ihr Kriegsvolk mußte das Heersdes Dareios 
verstärkeu. Erst nachdem die Perser die Höhen des Balkan übers 
stiegen hatten, fanden sie Widerstand; zwischen dem Balkan nnd der 
Donau saßen die Geten3J, welche Herodot die tapferstensnnd gerechg 
testen unter allen Thrakern nennt. Sie wurden von den anrückenden 
Massen erdrückt. Die Flotte hatte inzwischen zwei Tagsahrten von 
den Mündungen der Donau stro1nauswärts, da wo die Donau noch 
ungetheilt fließt, die Brücke geschlagen, welche das persische Heer 
nach Herodots Ausdruck, ,,über den größten Fluß führte, welchen 
wir kennenIl Das Land der Skoloten begann am jenseitigen Ufer 
CBv. I, 720 slgd.J.  
Nach dem Uebergang iiber die Donau wollte Dareios, wie 
Herodot berichtet, die Brücke abbrechen und die Flottenmannschaft 
zu Lande weiter n1itziehen lassen; ans den Rath des Koes von Les: 
bos, welcher be1nerklich machte, daß der König sich doch einen Rticks 
zug offen halten müsse, sei Dareios von diesem Gedanken abgestan: 
 I; Hewd. 4, 9o.  2z Hekod. 4, 90s92. Gs0gxssph: .J0um21 v01. 24 
p. 44 seq., wo sich auch der Bericht des General Jochn1us über die angebliche 
Jnfchrift in Keilzeichen und die Steinhaufen findet, welche die Krieger des Da, 
reine nach Herodot am Artiskos zusamme11warfen.  3J Herod. 4, 93. 94, 
Strabon p. 305. Thukyd. 2, 96.
        

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