Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-78765
Herodots 
Bekight 
Vom 
Ende 
des 
Kyros. 
.755 
den Sohn seines Vetters Hhstaspes, den jungen Dareios, der da, 
heim in Persis geblieben war, mit zwei großen Flügeln an den Sehnt: 
tern, von denen der eine Asien, der andere Europa überschattete. 
Ueberzeugt, daß dieser Traum ihm einen Ausstand des Dareios vor: 
hersage, sprach Khros am folgenden Morgen zum Hhstaspes: für 
smich sorgen die Götter und zeigen mir an, was geschehen wird. 
Dein Sohn hat Böses wider mich im Sinn, ziehe heim nach Persis 
nnd bewahre ihn, daß, wenn ieh die Massageten unterworfen habe 
und zuriickkehre, du ihn mir zur Untersuchung stellen kannst. Als 
Khros einen Tagen1arsch jenseit des Jaxartes war, that er wie Kroe: 
sos zuvor gerathen. Er ließ den uubrauchbaren Theil seines Heeres 
sammt allem Troß mit vielen Vorräthe11 an Speise und Trank im 
Lager; dazu ließ er viele Schafe schlachten und diese nebst anderer 
Speise zurichten und Wein in Becken füllen; er selbst aber zog mit 
dem größten und besten Theile seiner Krieger rückwärts an den 
Strom. Bald kam der dritte Theil der Massageten, von Spargas 
pises, dem Sohn der Tomyris geführt, an das Lager; sie über: 
wiiltigteu die Zurückgelassenen, machten sich alsbald an die zuberei: 
teten Vorräthe und Getränke und sanken voll Speise und Wein in 
Schlaf.i Da iibersiel Kyros die Sorglosen, viele wurden getödtet, 
noch mehrere gefangen; unter diesen war Spargapises. Die Königin 
Tomyris sandte auf diese Kunde einen Boten an Khros, der zu ihm 
sprach: Khros, unersättlich im Blute, rühme dich dieser That nicht, 
die du vollbracht. hast durch ein Gift, welches auch euch zum Rasen 
bringt und euch schlechte Worte entströmen läßt. Gieb mir mein 
Kind zurück, dann soll dein Rückzug aus diesem Lande ungefährdet 
sein, wo nicht, so schwöre ich bei der Sonne, unserm Herrn, daß ich 
dich mit Blut sättigen will, so nuerfättlich du bist. Khros schlug 
das Verlangen ab, und Spargapises, aus seinem Rausche erwacht, 
gab sich selbst den Tod, nachdem ihm Khros auf seine Bitte die 
Fesseln hatte abnehmen lassen. Da zog die Königin mit ihrer gnug 
zen Macht heran. Es war die gewaltigste Schlacht, welche die Bari 
baten geschlagen haben. Zuerst wurde mit den Pfeilen nnd Wursspießen 
gekä1npst, als diese aber verschossen waren, im Handgemenge mit 
Lanze und Säbel gestritten. Lange blieb der Kampf unentschieden, 
da keiner fliehen wollte, am Ende aber gewannen die Massageten 
das Uebergewicht, der größte Theil der Perser wurde erschlagen und 
Kyros mit diesem. Tomyris ließ den Leichnam des Khros unter den 
Todten hervorsnchen, hieb ihm den Kopf ab, stecke diSsEt1 in einen 
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