Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-78295
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Mangel 
der 
Einigung. 
leisten. Aber nicht blos von ihren Landsleuten, auch von ihren 
Göttern oder wenigstens von deren Orakeln, wurden die griechischen 
Städte verlassen. Die Dorer von Knidos hatten versucht, die Lands 
zunge, an deren westlichem Ende ihre Stadt lag, ostwärts am Festlande 
zu durchgraben, um hierdurch eine Vertheidigungslinie schon jenseit 
ihrer Mauern zu gewinnen. Da sich zeigte, daß die Brechung des 
Felsbodens sehr schwierig war und mehrere Arbeiter dabei verun: 
gliickten, sandten sie nach Delphi, 1un die Ursache dieser Unfälle 
zu erforschen. Die Pythia antwortete: ,,Jhr sollt den Jsthmos weder 
durchgraben noch befestigen; Zeus machte ihn zur Insel, wenn er 
gewollt hätte EIN 
Trotzdem hätte die Kraft der hellenischen Städte auch allein 
hingereicht den Persern einen nachdriieklichen Widerstand entgegen: 
zusetzen  die Lage der Dinge in Asien erlaubte dem Khros vor: 
erst nicht, große Kräfte an dieser fernen Küste zu verwenden  
wenn sie die Lehren ihrer eigenen Vergangenheit verstanden und be: 
herzigt hätten. Es war ihren Vorfahren gelungen, sich anderthalb 
Jahrhunderte lang gegen die aufstrebende Macht der Lhder mit sehr 
geringer Einbuße zu behaupten, ja gerade während dieser Zeit sich zur 
zweiten Seemacht jener Zeiten einporzufchwingen, sich das schwarze 
Meer, die Adria zu erschließen, in Aeghpten, auf Sizilien und Kors 
sika, an den Küsten Galliens und Jberiens den Phoenikern eine lebhafte 
Konkurrenz zu machen, und selbst auf der Insel Kypros, unter den Augen 
der Phoeniker Fuß zu fassen. Erst nad7dem die Lyder Kleinasien bis 
zum Halhs unterworfen,hatten, waren die Städte der Uebermacht 
des Kroesos erlegen. Sie waren erlegen, weil jede einzeln den An: 
griff der Lhder abgewartet hatte, weil sie jenem Rathe des Thales 
von Milet nicht gefolgt waren, den Krieg gemeinsam zu führen, 
einen Bundesrath mit diktatorischer Vollmacht an ihre Spitze zu 
stellen CBd. I, 898J. Was damals den Lhdern gegenüber versäumt 
worden war, konnte jetzt nachgeholt werden. Man war um die 
schwere Erfahrung des Verfäumnisses reicher und die Gefahr war 
heute größer als damals. Die Griechen waren im unbestrittenen 
Besitz des Meeres V; dadurch waren sie im Stande, gemeinsam 
jeder einzelnen Stadt zu helfen, gegen welche die Waffen der Perser 
D Herod. l, 174. 158ss161. Die von Plutareh Cma1ign. o. 20J gegen 
beredete Angabe citirte Stelle des Charon Von Lampfakos beweist nichts.  
O Thukyd. 1, 13. 14.
        

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