Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-71730
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Die 
Rache 
der 
Kuru. 
Bhimasena auf Krishna7s Wink einen unehrlichen Streich auf Dur; 
jodhana7s Schenkel, daß beide Schenkelknochen brechen und der Held 
zu Boden stürzt. Das Heer der Pandu jubelte, aber der sterbende 
König sprach: ,,Wir haben stets ehrlich gefochten und darum bleibt 
uns die Ehre. Jhr habt mit List und Schande gesochten und habt 
euren Sieg mit Schande. Im ehrlichen Kampfe hättet ihr uns nie 
besiegt. Den Bhishma hat Ardschuna im Kleide Cikhandins un: 
bewehrt hingestreckt, den Karna hat Ardschnna schimpflich von hinten 
erschossen. Dem Drona seinem andern Helden der KuruI habt ihr 
listig zugerufen, sein Sohn sei todt, und als er die Waffen sinken 
ließ, habt ihr ihn erstochen; nnehrlich fällt mich Bhimasena, denn 
es ist schmachvoll, im Kampfe mit der Keule den Gegner unter dem 
Nabel zu tresfenC Bhimasena aber roth vor Zorn tritt an den 
Königslöwen heran, der ausgestreckt auf der Erde liegt, der Streits 
kolben neben ihm, stößt ihm den Schädel mit dem Fuße ein und 
sagt: ,,Wir haben kein Feuer angelegt, unsere Gegner zu verbrennen, 
wir haben sie nicht im Spiel bestohlen, wir haben sie nicht beschimpst; 
durchdie Kraft unserer Arme allein vernichten wir unsere Feinden 
Alle Brüder Durjodhana7s, alle Fürsten, welche auf seiner 
Seite gekämpft haben, alle Krieger der Kuru sind todt. Die Sieger 
blasen die Muscheln undsziehen mit Roß und Wagen in das Lager 
der Kuru und erbeuten zahllose Schätze an Gold und Silber, an Edel: 
steinen, an Tiichern und Fellen und Sklavinnen. Am Abend sinkt 
Alles in tiefen Schlaf. Aber drei Streiter aus dem Heere der Kuru 
sind übrig: A;vatthaman, der Sohn des erschlagenen Drona, Krita: 
varman nnd Kripa; sie hatten sich in den Wald gerettet. Die Trauer 
um seinen Vater ließ den Acvatthaman keine Ruhe finden, und als 
er sich unruhig unter einem Feigenbaum hin: nnd herwälzt, sieht 
er über sich ans den Zweigen eine Schaut von Krähen schlafen. 
Da schwebt still ein Uhu heran und tödtet eine Krähe nach der an: 
dern. A;vatthaman weckt seine Gefährten, schirrt seinen Wagen an, 
jagt nach dem Lager und tödtet zuerst den König der Pantschala, 
der seinen Vater Drona erschlagen hat, mit.einem Fnßtritt. Dann 
treibt er seinen Wagen über die schlafenden Krieger hin und tödtet 
alle Matsja, alle Pantschala. Alsbald eilt er zur Stätte, wo Dur: 
jodhana gefallen, dessen Todeskampf noch nicht vorüber ist. ,,Du 
lebst noch, sagt Agvatthaman, dann höre ein Wort, welches deinem 
Ohre süß sein wird. Drei Männer von deinem Heere sind übrig, 
sieben von dem Heere der Pandn. Alle Pantschala, alle Matsja,
        

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