Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-71689
Die 
DyUastie 
der 
Pandu. 
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menschaft. Sein Weib Kunti, die Tochter des Königs der Jadava, 
der zu Mathura an der.Jamuna saß, gebar dem Pandu an dem: 
selben Tage, an welchem Durjodhana das Licht erblickte, den Judhishts 
hira, nach diesem den Bhimasena und den Ardschuna; eine zweite 
Frau, die Madri, die Toehter des Königs der Madra, beschenkte 
ihn dann noch mit Zwillingen, dem Nakula und SahadeVa. Pandu 
starb bald nach der Geburt der beiden Zwillinge und seine fünf 
Söhne wuchsen in dem Walde unter den Augen der Kunti aus. Sie 
wurden stark und tapfer und zeigten ihre Kraft und Gewandtheit in 
den Waffen bei einem großen Wettkampfe, den Dhritarashtra in 
Hastinapura abhalten ließ. Die Mannhaftigkeit, welche die Söhne 
des Pandu hier an öden Tag legten, bewog den Dhritarashtra, den 
Judhishthira zu seinem Nachfolger zu bestimmen. Aber Durjodhana 
wollte sich den Thron nicht rauben lassen. Auf sein Andringen weist 
Dhritarashtra die Pandusöhne von Hastinapura wieder fort in eine 
abgelegene Gegend am Ganges, und als der Haß des Durjodhana 
ihnen auch hierher folgt, als er ihr Haus anziinden läßt, so daß 
sie nur mit Mühe den Flammen entkommen, flüchten sie in die 
Wildniß. Umherirrend vernehmen sie, daß Drupada, der König 
der Pantschala Csie sitzen zwischen der oberen Jamuna nnd dem Gan: 
gesJ verkiindigen läßt, seine Tochter solle dem zu Theil werden, 
welcher seinen großen Bogen zu spannen und das Ziel zu treffen 
vermöchte. Vergebens versuchen alle Könige und Helden ihre Kraft 
an diesem Bogen, bis es Ardfchuna gelingt. Er spannt den Bogen, 
trifft das Ziel und gewinnt damit die Königstochter zur Frau, welche 
er mit seinen vier Brüdern theilt. Als Dhritarashtra erfuhr, daß 
seine Neffen Schwiegersöhne des Königs der Pantschala geworden, 
tief er sie trotz des Widerstrebens seines Sohnes Durjodhana in 
sein Reich zurück und theilte es mit ihnen. Während Dhritarashtra7s 
KöUi8ssU3 zu Hastinapura am Ganges stand griindeten die Pandui 
söhne die Stadt Jndraprastha Csie lag siidwestlich von Hastinapura an 
der JamnnaJ, nnd Judhishthira ließ sich hier zum König krönen, be: 
siEgte die umliegenden Völker und hänste große Schätze in Jndra: 
PWstha ans. So viel Glück erweckte die Besorgnisse Durjodhana7s, 
er vermag keine Ruhe mehr zu finden und setzt es endlich trotz der 
AbUEigUng Dhritarashtrais durch, daß die Pandusöhne zum Wiirfel: 
Mel nach Hastinapnra eingeladen werden. Durjodhanais vertrauter 
Rath Eakuni hat diesem gesagt, daß Judhishthira das Spiel liebe, 
aber nichts davon verstehe; er aber kenne die Herzen der Menschen,
        

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