Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-76542
Die 
Höhen. 
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mithin nicht nur Gott sondern der Geist Gottes, es sollen nicht nur 
die himmlischen Geister sondern auch die reine Energie ihres We, 
sens wie der reine Theil der Seele des Menschen angerufen werden. 
Wenn an einigen Stellen der Körper Auramazda7s als ,,der schönste 
unter den KörpernU gepriesen wird O, so sagt Auramazda dagegen 
im Gesetzbuch: ,,Preise du, o Zarathustra, meinen Fravashi, den 
Fravashi des Ahuramazda, den größten, besten, verständigsten, 
wohlgestaltetsten, in Heiligkeit höchsten, dessen Seele das heilige Wort 
ist 2J,U und in den Gebeten heißt es: ,,Wir preisen die Fravashi 
der Amesha ;penta, des heiligen Craosha, des Mithra sammt allen 
Fravashi der himmlischen Jazata. Ich rufe an den Fravashi des 
heiligen Zarathustra, die Fravashi der Männer des alten Gesetzes 
und die Fravashi der Männer des neuen Gesetzes, die guten, mäch: 
tigen Fravashi der Reinen, die Fravashi der,nächsten Angehörigen 
und den Fravashi meiner Seele EIN Wenn bei Plutarch der Gast: 
geber den Gast auffordert, den Dämon des Königs Artaxerxes zu 
verehren, wenn die Perser, welche an der Pforte des Königs was 
ren, bei jeder Mahlzeit einen besonderen Tisch mit Brot und Speisen 
für den Dämon des Königs aufstellten, so zeigt dies klar genug, 
daß der Glaube an die Fravashi auch im Westen Jrans Geltung 
hatte 4J. 
Die Höhen der Erde waren dem Himmel, dem Aufenthalt der 
reinen Geister, dem Lichte am nächsten. Sie wurden zuerst von 
Mithra beschienen und zuletzt von seinem Lichte verlassen. Auf den 
höchsten Gipfeln wehte die reinste Luft, von den Höhen rannen die 
befruchtenden Wasser nieder, sie waren die bevorzugten Opferstätten, 
die auf ihnen entzündeten Feuer leuchteten weit hinab in die Ebene 
und der höchste Berg war der Wohnsitz der Götter. Gewiß sahen 
darum die Jranier seit alter Zeit mit Ehrfurcht zu den Höhen der 
Erde hinauf und das Zendavesta steigert diese Vorstellung nur, wenn 
es die ,,Höhen der Erden anrusen läßt, vor allen den ,,hohen Nabel 
der GewässerH, den Götterberg, der bis in den Himmel reicht, auf 
welchem die ,,heiligen Fragenl4 geschehen waren II d. h. auf dem 
ZccVathustra die Ofsenbarungen Anramazda7s empfangen hatte. ,,Wes 
ji 
II Jssk11a 67, 22. 69, 11.  2; Veud. 19, 46s.48.  ad Josua 1, 47. 
23k Si Bu1snouf Oo1nmentaire F. 571.  4J Flut. AtWIs 15. Theopomp. 
Fragm. 135 ed. Müller.  5J Ja;na 2, 54. 2Ss 22s I3s 19. 70, 58. 
Visp. J, so.  
        

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