Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-76533
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Die 
FVavashi. 
nach der Lehre der Magier die Luft voll von Geistern sei. In 
der That hat die alte den arischen Stämmen in Jran nnd Indien ges 
weinsame Vorstellung Von den Geistern der Ahnen, deren Schaaren 
den Himmel erfüllten, im Zendavesta eine eigenthümliche Entwickelung 
erfahren. Aus den Geisterschaaren der Ahnen hebt das Zendavesta zunächst 
die Geister der Helden der alten Zeit hervor, die Geister der Pa: 
oirjotkaesha und gesellt diesen die Geister derer bei, die rein und fromm 
nach dem Gese8e Zarathustra7s gelebt haben. Diese Geister faßt es 
zusammen unter dem Namen der Fravashi. Sie besuchen alljährlich 
zehn Nächte hindurch die Häuser ihrer Nachkommen und wollen dann 
empfangen sein mit Fleisch und Kleidern, mit Gebet, Opfer und 
Segensspruch H. Sie beschützen ihre Nachkommenschaft in Bedräng: 
niß und Gefährde, sie kämpfen mit ihren Geschlechtern in der Schlacht 
gegen die Feinde und gegen die Daeva, die ihnen schaden wollen. 
,,Wo starke Männer kämpfen in harter Schlacht, da kommen die Fra: 
vashi nieder mit starkem Schild, mit eiserne1n Heim und eiferner 
Wehre, erhobener Fahne; sammt Mithra, sammt Rashnu, sammt 
dem siegreichen Winde gehen sie vorwärts; starke Kämpfer gegen 
die Feinde sind sie starke Retter, starke Sieger zerstören sie den 
Sieg der Feinde, der Turanier THE Die Hülfe der Geister der 
tapferen Ahnen in der Schlacht war wohl eine alte, lang her: 
gebrachte sVorstellung; was das Zendavesta dieser weiter hinzufügt, 
gehört der priesterlichen Anschauung an. Die FraVashi bewachen 
die gute Schöpfung, Wasser, Bäume und Heerden gegen die Daeva, 
wie den Himmel, in den die Duera eindringen wollen; sie hat: 
ten die gute Schöpfung in Ordnung, sie bewachen den Leib KereE 
gagpa7s bis zur Auferstehung und den Samen Zarathustra7s, aus 
welchem dereinst c;aoshjant geboren werden soll. Ja das Zendavefta 
geht noch weiter, indem es die Unterscheidung der reinen und uns 
reinen Welt, des reinen und unreinen Wesens auch auf die Seele 
ausdehnt, indem es den reingeschaffenen, den lichten Theil der Seele 
des Menschen von dem unreinen unterscheidet. Jenen, welcher der; 
einst fortleben wird, bezeichnet es als den Fravashi des Menschen, 
als den FraVafhi seiner Seele und schreibt die Anrufung dieses 
reinen Theils der eigenen Seele, der nun als deren Schutzgeist ge: 
faßt wird, vor. Diese Unterscheidung wird dann auch auf die Göts 
ter und Geister, auf den Auramazda selbst übertragen. Es soll 
JAfht FarVardin 49. 
35ss48.
        

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