Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-76504
Die 
AmEfhT 
;penta. 
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wiederum in den 3000 Jahren vor Zarathustra stärker von den 
Bösen angefochten als in den 3000 Jahren, die nach ihm verlaufen 
werden. Die großen Helden und Fürsten, welche dem Jima in der 
Periode Vor Zarathustra folgen, sind wohl im Stande den Dahaka 
zu binden und die schlimmsten Uebel abzuwenden, aber die bessere 
Abwehr des Bösen tritt erst mit Zarathustra7s Gesetz gegen die Daeva 
ein. Hatte die alte Sage mit dem glücklichen Zeitalter Jima7s be: 
gonnen, war diesem von den Priestern die unangefochtene Periode 
des Urmenschen vorgeschoben worden, so stellte die Priesterschaft dem 
glücklichen Anfang auch einen seligen Ausgang der Geschichte gegen: 
über. Ein neuer Propbet wird alle Uebel verscheuchen, Angromainju 
muß aus der guten Schöpfung weichen,sund alles, was Leben ges 
habt hat, wird wieder leben CS. 477. 490J. Aus den naiven Anfängen 
einer religiösen Empfindung, welche das Dunkel der Nacht, die Dürre 
und den Tod fürchtete, hatte sich ein System entwickelt, dessen Kern 
die Erschaffung, die Erhaltung, die Sicherung des Lebens, dessen Kon: 
sequenz die Wiederbringung des verlorenen Lebens, die Verklärung 
des irdischen Lebens geworden war. 
Es war schwer, wenn nicht unmöglich, die alten 1nächtigenGöts 
tergestalten des Mithra, Tistrja, Verethraghna, Vaju, der ArdVigura 
zum Gefolge, zur Umgebung Auramazda7s zu machen. Die religiöse 
Empfindung, aus welcher diese kämpfenden Geister des Lichts, der 
hellen Luft, der Winde einst hervorgegangen waren, lag zu weit ab 
von der Anschauung, welche den ,,weisen Herrntt, ,,den Herrn der 
Weisheittt an die Spitze des Himmels gestellt hatte. Demgemäß 
blieben die alten Götter dem Himmel Auramazda7s fern; die Pries 
ster ersetzten diesen Mangel durch die sechs AmeH7a ;penta CAm: 
schaspandsI d. h. die heiligen Unsterblichen, ein Name der zwar allen 
Göttern zukommt, der aber vorzugsweise gerade für diese Umgebung 
Auramazdais gebraucht wird, die bereits den ältesten Stücken des 
Zendavesta, den Gatha, bekannt ist. Diese sechs Geister sind nun 
die Gehülfen Auramazda7s bei der Schöpfung, nicht die alten Göts 
ter. Der erste dieser neuen Geister, die der priesterlichen Reflexion 
ihre Entstehung verdanken, ist Bohumano CBahmanJ d. hs der gute 
Geist, der gute Sinn, der Auramazda die guten SpkÜChS 8VfkUU2U 
hilft, welche die Wen erhalten, der sich von seinem goldenen Throne 
erhebt um die frommen Seelen zu bewillkommnen, wenn sie in den 
Himmel eintreten. Ihm folgt Asha vahista CArdibeheshtJ, die beste 
Wahrheit oder die beste Reinheit, ,,der schönste der Amesha ;pentaU, 
Du:1cke:, Geschichte des A1te:thume. IT.  34
        

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