Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-75896
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Kai 
ChoSru. 
daß Siavaksh einen Sohn hinterlassen habe. Es war Kai Chosru 
CKava HuxravaJ, welcher in Turan unter den Hirten aufwuchs und 
schon im zehnten Jahre den Löwen, Bären und Tiger zu jagen ver: 
stand. Sieben Jahr lang sucht Gib, der Sohn des Guderz, nach 
dem Prinzeu in Turan bis es endlich gelingt ihn aufzufinden und 
zu seinem Großvater zurückzuführen. Aber ein neuer Zug unter der 
Anführung des Tus Cder bereits dem ZendaVesta bekannt istJ gegen 
die Turanier mislingt vollständig; in einer großen Schlacht werden 
die Streiter Jrans geschlagen und der Ueberrest auf einem Berge eins 
geschlossen, bis Rustem demselben zu Hülfe kommt und ihn glücklich 
nach Jran zurückführt. Diesen Unfall zu vergelten, werden drei 
Heere geriistet; Kai Chosru schlägt den Afrasiab und schließt ihn in 
seine Hauptstadt Geng ein. Aber Afrasiab entrinnt bei der Ein: 
nahme derselben und rettet sich in eine Höhle. Kai Kasus und Kai 
Chosru flehen zum Himmel, daß ihnen Afrasiab nicht entgehe; ein 
frommer Büßer, Haoma, der die Klagen des Afrasiab in der Höhle 
hört, erkennt ihn, überwältigt und bindet ihn und führt ihn gebuns 
den fort. Als der Büßer aufs die Bitten des Afrasiab die Bande 
loikert, entkommt dieser noch einmal und flüchtet in einen See. Aber 
der fromme Haoma bemächtigt sich seiner von Neuem und übergiebt 
ihn dem Kai Chosru, der ihn dann endlich, seinen Vater Siavaksh zu 
rächen, tödtet. So hat Kai Kasus die Vergeltung für die Hinrich: 
tung seines Sohnes noch erlebt, seine Tage können nun enden. Er 
beschließt zum Himmel emporzusteigen und läßt Vier Adler an die 
vier Füße seines Thrones binden. Sie flogen bis zu den Sternen, 
aber da sie hier ihren Flug endeten, stürzte der König zur Erde 
herab, und die Großen des Reiches warfen ihm seinen Hochmuth 
vor. Danach starb Kai Kasus müde und lebenssatt; Kai Chosru 
aber waltete in Frieden über Jran und ordnete das Reich und als 
er danach mit seinen Getrenen auf einen hohen Berg zog, entschwand 
er ihren Augen. 
Man sieht, wie auch in diesem Theile der Sage im Schahnameh 
die alten Züge noch immer durchscheinen. Kai Ka:its und Kai Chosxsu 
ßnd noch immer als Geister des Himmels kenntlich und wenn Kava 
Hu;rava im Zendavesta betet, daß ihm gewährt werde, den Frang; 
hra;jan zu binden, wenn der Gott Haoma im Zendavesta selbst den 
mörderischen turanischen Fraughra;jan bindet und zum Kava Hu;rava 
führt, so hat das Epos Firdusi7s den Gott einfach in einen frommen 
Büßer verwandelt. Dagegen ist die Gestalt des Helden von See
        

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