Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-75741
Uebereinstimmung 
der 
Gebräuche 
in 
JVan 
und 
Jndien. 
453 
in Indien nnd Iran dasselbe. Der Opfertrank wird hier wie dort ,zu 
einem mächtigen, lebengebenden Gott erhöht. Hier wie dort gilt der 
tägliche Dienst des Feuers. Bei den Indern entzündet der heilige 
AtharVan das Feuer, sein Geschlecht, seine Nachkommen sind der alten 
Sprüche, der kräftigsten Zauberformeln kundig; im östlichens Iran, 
im Zendavesta heißen die Priester, die Diener der Feueraltäre 
Athravan. Bei den Indern heißt der erste Priester, der beim Opfer 
die Einladung, herabzukom1nen, das Opfer anzunehmen, an den Gott 
zu richten hat, der Hotar CS.84J; im Zendavesta spricht der Zaotar 
die Gebete. Bei den Indern bedeckten die Brahmanen beim Opfer 
den Boden mit Ku;agras, nach Herodots ,Zeugniß streuten die Perser 
beim Opfer die zartesten Gräser ans den Boden. Weitere Ueber: 
einsti1nmungen im Kultus, bei den Reinigungen, zu welchen in Jran 
wie in Indien Knhurin gebraucht wird, bei der Aufnahme in den 
Stand und die Gemeinde durch die Umgiirtnng mit der heiligen 
Schnur, die diesseit und jeuseit des Indus üblich ist, werden sich 
unten ergeben. 
3O 
Die 
Sage 
der 
Völker 
Voll 
Jran. 
Neben der Sprache, den Vorstellungen von den waltenden Mächs 
ten des Himmels gehört die Sage von den Urspriingen und der 
Ordnung der Gemeinschaft, von den Herrschern und Helden der Vor: 
zeit in der Regel zu den ältesten BesiHthiimern der Kulturvölker. 
Versuchen wir aus den Fragmenten der heiligen Bücher Jrans die 
Anschauungen: uns zu.vergegenwärtigen, welche bei den Stäm1nen 
Jrans über ihre Vorzeit galten. 
In einem Opfergebet des ZendaVesta fragt Zarathustra den 
Gott Haoma, wer den Haoma zuerst ausgepreßt, wer ihn, den 
Gott Haoma, zuerst verehrt habeP Darauf antwortet der Gott 
Haoma, Vivaughao sei der erste gewesen, der ihn ausgedrückt. Da: 
für sei diesem zum Lohne der glänzende Jima, der Herr der Völi 
ker, der ruhmreichste von allen, welche die Sonne gesehen, 8SbDVEU 
worden. Während Jima Khshaeta CJima der KönigJ heVVfChke, habe 
es weder Kälte noch überInäßige Hitze gegeben, WedeV AND Noch 
Tod noch Neid hervorgebracht durch die bösen Geister; Väter Und 
Söhne hatten gleichmäßig den Wuchs fnnfzehnjähriger. Jima machte 
die Mittel der Nahrung für die Menschen unerschöpflich, er befreite
        

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