Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-74928
Das 
dritte 
Koncil. 
371 
die in diesem Gegensatze die Partei der Sthavira heißt, stand eine 
andere, die mit dem Namen der Mahasanghikas d. h. Anhänger der 
großen Versammlung bezeichnet wurde. Die laxere Disciplin, welche 
sie predigte, der bequemere Wandel, den sie gestattete, führte dieser 
Partei zahlreiGe Anhänger zu. Seitdem nun A;oka sich zum Glauben 
an Buddha bekannte, seitdem der Buddhismus Staatsreligion ge: 
worden war und die Buddhisten bevorzugt wurden, eilten viele, sich 
unter die buddhistische Geistlichkeit aufnehmen zu lassen um von der 
Freigebigkeit des Königs gegen diese Vortheil zu ziehen. Brahma: 
titsche Einsiedler und Bettler sollen das gelbe Gewand genommen s 
haben ohne die Weihe nachzusucheu, sich in die Klöster eingenistet 
nnd Alles mit Verwirrung und Keizerei erfüllt haben H. Außer 
Stande der Zwietracht ein Ende zu machen, welche die neue Kirche 
zerriß, der Auflösung der Disciplin zu steuern, solls der Vorsteher 
des großen Klosters, welches Agoka zu Palibothra gegründet hatte, 
des A;olarama, Maudgaliputra, sich tief bekümmert in die Einsamkeit 
znriickgezogen haben. So schwere Schäden, welche weiter zu greifen 
drohten, zu heilen, ließ Agoka im Jahre 247 v. Chr., dem 
siebzehnten seiner Regierung, eine allgemeine Versammlung der 
Bhikshu nach Palibothra in den Agokarama berufen. Maudgaliputra 
fiihrte in Gegenwart des Königs den Vorsii3, derselben. Jedem Eins 
zelnen der Versammelten wurde die Frage vorgelegt: was ist die 
Lehre des BuddhaP Alle Bhikshu, welche nicht genügend zu unt: 
worten wußten oder im Sinne der Sektirer antworteten, angeblich 
60,000, wurden aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschlossen. 
Nachdem dies geschehen, wählte Maudgaliputra aus der Zahl der 
rechtgläubigen Bhikshu tausend aus, welche sich durch Tugend und 
Kenntniß der heiligen Schriften auszeichneten, um die Reinheit des 
Kanon, der Sutra wie des Vinaja Cder DisciplinarvorschriftenJ, die 
auf den beiden ersten Koncilien zusammengestellt worden waren, 
wieder herzustellen Eh. Eine Inschrift zu Bhabra in der Nähe von 
Delhi hat uns ein Schreiben aufbewahrt, welches der König an diese 
Versammlung richtete. ,,Der König Pijadasi, so lautet dasselbe, grüßt 
die Versammlung von Magadha nnd wünscht ihr wenigsMUhE UND 
ein gutes Dasein. Es ist wohlbekannt, wie groß meine Ehrfurcht 
und mein Glaube ist für den Buddha, für das GesEB UND fÜV die 
Gemeinschaft CsanghaJ. Alles was der glückselige Buddha gesagt 
Köppen Nel. 
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d. Buddha S. 151. flgd. 
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a. A. O 
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