Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-74657
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Das 
Roßopfer. 
ist. Erschrecke. sie durch dein furchtbares Wiehern und jage sie mit 
Hnfschlägen und scharfem Gebiß.H So läßt 1nan das Fiillen nach 
Norden hin auslaufen O und sendet ihm eine berittene Schaar von 
Kriegern zum Schutze nach, die aber seinem Laufe folgen 1nüssen, 
ohne das Fällen irgend zu leiten. ,Verwehrten die Fürsten der 
Länder, wohin das Fällen sich etwa wendete, den Durchgang, so 
mußte das Gefolge des Opferpserdes diesen erzwingen. Wurden 
die Begleiter hierbei besiegt, das Roß entführt, so war das Opfer 
mislungen und schweres Unheil traf den, welcher es zu .bringen 
unternommen hatte; ließ man dem Rosse freien Lauf oder erkämpften 
die Begleiter den Durchgang, so galt dies als Anerkennung der 
Oberhoheit des Fürsten, welcher das Roß darbringen wollte. Kehrt 
das junge Pferd nicht innerhalb eines Jahres zurück, so ist Alles 
vergeblich und die Sache beginnt von Neuem. Kehrt es in jener 
Frist zurück, so beginnen neue Reinigungen und Opfer im größten 
Maßstabe. Zur Opfer1nilch wird eine Kuh gemolken in eine silberne 
Schale; dabei spricht der Brahtnane: ,,Knh, die uns die .Himmlischen 
gesendet haben zur Erde unter der Gestalt eines Thieres, ich 1nelke 
deine Milch zum Dienst des Roßopfers, Vergieb mir den Schmerz, 
den ich dadurch deinem Kalbe verursaihe.l7 Zum Mist der Kuh 
spricht der Brahn1ane: ,,Mist, du bist der Quell des Ueberslusses, 
in dir ist Lakfh1ni die segensreiche gegenwärtig CVishnu7s weibliche 
SeiteJ;H zu den Früchten, welche in Gebrauch kommen, sagt der 
Priester: ,,Frächte, welche die Götter zum Gebrauch der Menschen 
schusen, vergeht mir die Sünde, daß ich euch abgeschnitten, und ver: 
bleibt an diesem Ortes, Dann wird dem Brahman täglich tausend 
Mal gereinigte Butter in7s Feuer geworfen mit den Worten: ,,Wir 
opfern die Butter dem, durch den das Ros;nnd Alles, was da ist, 
entstanden ist; dem, der den Namen des Höchsten triigt.H Darauf 
wird Vishnu angerufen: ,,Jn deiner Wohnung ist Glückseligkeit, und 
feYbft die Götter öffnen ihre Augen weit, um diese zu betrachten, 
dUkc2 Mille GUUfk zahlen die Brahinanen keine Steuern und können 
ungestört das Opfer verrichtenH; endlich Civa: ,,du Herr der Asura, 
du kannst die bösen Geister verjagen; treibe sie fort von diesem 
Opser2U Nun wird das Roß mit Sandelstaub und Wohlgeriichen 
eingerieben herbeigeführt. xDie Brahmanen besprengen es von allen 
Seiten mit den Worten: ,,Roß, du bist umhergeschweift durch viele 
Ramaj. 
sch1. 
Lassen ind. 
Alterth. 
543.
        

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