Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-74643
Das 
Roßopfer. 
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gebrannt, geronnene Milch auf die Erde mit den Worten:s  Erde, 
erquicke dich tvieder2it Dem sechsmonatlichen Opfer an Jndra folgt 
ein viermonatliches an Jama, bei welchem vier dnnkelfarbige Brah: 
manen fnngiren, da Jama der Gott des Todes und der finstern 
Unterwelt ist. Diese Zeit hindurch wird täglich tausendmal das 
,,Feueropfer zu Ehren Jama7s mit gereiuigter BntterU vollzogen. 
Nach Beendigung der Opferungeu an Jama wird dem Varnua fiinf 
Monate lang gespendet. ,,Varuna komm, ruft der Oberpriester, ich 
bringe dir dies Feueropser, du bist der Geist der Gewäsfer; Agni, 
Snrja, Vishnu, Brahman selbst ehren dich nnd folgen deinem Ges 
bot. Varuua, du Geist alles Lebens, du bist immer frisch, laßlmich 
das heilige Opfer vollbringen und lösche die Fehler aus, die ich 
bisher dabei begangen haben könnte. Gewässer des Meeres, der 
Ströme, der Seen, kommt alle an diesen Ort, mich zu reinigen von 
meinen Sünden. Ihr seid das Leben von Allem, was lebt. Ihr 
seid rein und reinigt Alles; ohne euch wäre das Opfer unmöglich.U 
Sogar das reine Wasser, welches ihm zum Sprengen hingestellt ist, 
muß der Oberpriester durch feinen Spruch reinigen: ,,Wasser, die ihr 
verunreinigt sein könntet durch Blut oder Harn, durch Berührung 
von unreinen und verworsenen Menschen oder durch unreine Gefäße, 
seid gereinigt von aller BefleckungLU Nachdem funfzehn Monate auf 
diese Weise hingegangen sind, wird eine trächtige Stute ausgesucht, 
durch ein Bad gereinigt, mit Blumenlränzen geschmückt nnd auf eine 
Streu gestellt; dann spricht der Priester:  Stute, du bist das erste 
unter den vierfiiszigen Thieren, du trägst die Könige. Jch begehe das 
Ros;opfer, um mir einen Platz im Himmel zu erwerben, dazu ist dir 
Macht gegeben: Ich wasche dich, damit das Fällen, das du gebären 
sollst, rein und ohne Befleckuug geboren werde; nnd damit das Fleisch 
deines Fiillens, das den Himmlischen zur Nahrung dienen soll, keinen 
Schmutz an sich behalte, reibe ich dich mit Oel und Wassers, Jn 
ähnlicher Weise wird die Stute behandelt, bis das Fällen geworfen 
ist. Jst dies kein Hengst oder hat es gewisse Zeichen nicht, so muß 
der ganze Opferkursus von Neuem beginnen. Im andern Falle wird 
das Fällen mit Oel und Sandel gerieben, mit einer goldenen Schnur 
gSfIhMückt, mit einem weißen Schleier bedeckt und endlich mit f0IgEUs 
der Anrede freigelassen: ,,Roß, du bist ein Gott, durchstreife die 
Gebirge, die Westen, die Windes, die Städte; stumpfe Altes unter 
deine Füße Und sei Sieger über alle Könige. Vertilge Alles was 
von Räubern und Dieben, von Rakshasa und Verbrechen: auf Erden
        

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