Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-73870
266 
Die 
Besredlung 
Von 
Ceylon. 
dschaja überwand mit seinen Genossen die Urbewohner, welche als 
schlimme Riesen CJakshaJ geschildert werden, und gründete die 
Stadt Tamraparni an der Stelle, wo sein Schiff das Ufer erreicht 
hatte II. Aber Vidschaja wie seine Begleiter waren ohne Weiber 
nnd wollten ihr reines Blut nicht mit schlechtem vermischen. Des: 
halb sandte Vidschaja nach dem gegenüberliegenden Mathura, wo 
damals König Pandava herrsc;te, und warb um dessen Tochter und 
König Paudava gewährte ihm diese sammt siebenhundert anderen 
Frauen für Vidschaja7s Genossen, wofür dieser seinem Schwiegers 
Vater jährlich 200,000 c;iankhamuschcln und Perlen steuerte. Die 
Ehe Vidfchaja7s blieb kinderlos, und Vidschaja sandte, als er sein 
Ende herannahen fühlte, zu seinem Bruder Sumitra, der inzwischen 
dem Vater auf dem Thron von Sinhapura gefolgt war, nach Lanka 
zu kommen, um das neue Reich zu regieren. Snmilra zog es vor, 
das väterliche Reich zu verwalten, schickte aber seinen jüngsten Sohn, 
den Panduvan;adeva, welcher dreißig Jahre über die Insel herrschte 
und die neue Hauptstadt Anuradhapnra gründete. Pandukabhaja, der 
zweite Nachfolger Panduvangadeva7s, ordnete die Verfassung des 
Reiches. Er stellte einen Brahmanen als Oberpriester an und ließ 
die Grenzen der Dörfer vermessen. Indem er die Hauptstadt ver: 
größerte, ließ er für die Brahmanen Wohnhäuser errichten; vor 
der Stadt, wie das brahmanische Gesetz fordert, den Leichenplatz an; 
legen und ein besonderes Dorf daneben für die unreinen Leichen: 
besorger erbauen. Auch Einsiedeleien wurden für die Biißer einge: 
richtet und den ungläubigen Sekten bestimmte Wohnsitze angewiesen. 
Die Eingewanderten bildeten die Kasten der Brahmanen und Kfhas 
trija, die Ureinwohner ssie waren malaiischer RaceI, welche sich dem 
brahmanifchen Gesetz fügten, bildeten dies Kasten der Vai;ja und 
Cudra; eine besondere Kaste, die Parawa, finden wir wenigstens 
späterhin mit dem Fange der Perlenaustern betraut. Doch beschränkte 
Pandukabhaja die Verleihung der Aemter nicht auf Arja; die Trag 
dition berichtet, ausdrücklich, daß auch .Häuptlinge der alten Eins 
1vohner angesehene Stellen in dem neuen Staatswesen erhielten 2J. 
1J Von dieser Stadt erhielt die Jnsel den Namen; er wird von den Ein: 
gebotenen noch heute gebrauc;k; TCmrclparni lautet im Pali Tambapanni, 
hieraus iß das Taprobane der Griechen gebildet. Lanka ist wohl die ältere Be, 
zeiehnung aber ebenfalls noli; in Gebrauch; vgl. Lassen End. Alterth. 1, 201. 
 2J Lassen a. a. O. 2, 107. 4, 308.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.