Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-73812
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Das 
Klosterleben 
der 
BhkkshUi 
zurückzuziehen und nach seinem Vorbilde in einsamer Meditation 
über die vier Wahrheiten: den Schmerz, die Entstehung des Schmer: 
zes, die Vernichtung des Schmerzes und den Weg, welcher dahin 
führe, nachzusinnen. Aber seine Bettler sollten kein dauerndes Eres 
mitenleben führen so wenig als er selbst es geführt hatte. Schon 
dadurch, daß sie ihr Leben durch Betteln fristeu mußten, war die 
längere Vereinsamung und die feste Einsiedelei ausgeschlossen. Buddha7s 
Lehre gebot neben der Entsagung Mitleid und Hülfe für alle Gei 
schöpfe. Auch die Bhikshu sollten dies Mitgefühl durch die That 
bewähren, sie sollten insbesondere den Brüdern, welche die Weihe 
empfingen, sie sollten dem Volke die heilsamen Wahrheiten1nittheilen, 
welche sich ihrer Meditation erschlossen hätten, wie Buddha selbst 
gethan. Nach dem Gebot des Meisters durften sie nicht, wie die 
brah1nanischen Büßer, der Regenzeit im Walde trotzen; sie sollten 
dieselbe gemeinsam an geschüt;zten Orten, in Felsgrotten, Dörfern 
oder Städten bei befreundeten Hausvätern zubringen; sie sollten in 
der Regenzeit einander belehren und ihre Sünden einander beichten. 
Eine vollständige Jsolirung der Geweihten wäre der gesammten 
Tendenz der Lehre wie dem Vorbilde des Meisters entgegen gewesen. 
Dazu kam, daß die Bekenner, insbesondere die Vertreter der neuen 
Lehre daraus angewiesen waren, sich das Gefühl der jGemeinschaft, 
der gegenseitigen Unterstützung zu geben, und für die Bhikshu, welche 
aus verschiedenen Lebenskreiseu, aus verschiedenen Kasten stammten 
und das angeborene und gewohnte Gesetz derselben verlassen hatten, 
war es erforderlich, sich des neuen Gesetzes ihres Lebens gemeinsam 
zu vergewissern, dasselbe in Gemeinschaft zu pflegen und auszubilden. 
Diese Motive führten frühzeitig zu einem, Klosterleben derjenigen 
Anhänger Buddhais, die die Weihe des Bettlers empfangen 
hatten, die zu voller Befreiung von den Wiedergeburteu vorzudringen 
gedachten. Die ,8ufluchtsorte nnd Herbergen, in denen sie die Regens 
zeit znbrachten, wurden regelmäßig ausgesucht. Man nahm hier 
ständigen Wohnsitz, welcher in der besseren Jahreszeit verlassen wurde, 
um im Lande zu betteln und zu predigen, im Walde zu meditireni 
nnd kehrte mit dem Beginn der RegeuzeitsCsie erstreckte sich nach 
dem Kalender der Buddhisten vom Vollmond des Juliusvbis zum 
Vollmond des NovemberJ wieder in die gewohnte Herberge zurück. 
Es waren zum Theil Felshöhlen, zum Theil freistchende Gebäude, 
denen eine Bersammlungshalle CVkhaMI Nicht fehlen durfte. Zur 
Zeit König Kala;oka7s sollen die Geweihten eines solchen Klosters
        

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