Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-73784
Palibothra. 
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Erbauung fah, versichert, daß Palibothra C.fo lautet der Name bei 
ihmJ die größte nnd berühmteste Stadt Indiens sei. Sie habe die 
Gestalt eines länglichen Vierecks und einen Umfang von etwa fünf 
Meilen. Die langen Seiten mäßen je achtzig, die schmalen je 
sunfzehn Stadien. Durch die hölzerne, mit Schießscharten versehene 
Mauer, welche von einem denkwürdigen 600 Fuß breiten nnd 30 Ellen 
tiefen Graben, den die Wasser des Ganges und des l;ona füllten, 
gedeckt und von 570 Thürmen flankirt sei, gewährten 64 Thore den 
l;si11gang. Der Königspalast in der Stadt sei prachtVoll nnd die 
Einwohner sehr zahlreich II. Auch nach den LegendenHder Bnddhifteu 
waren die Paläste der Könige weitläufig nnd mit Gärten und 
Terrassen zum Lustwandeln versehen; außer den zahlreichen Weibern 
und Dienern pflegten die Leibwachen nnd die blaugekleideten Scharf: 
richter der Könige in den Palästen selbst untergebracht zu werden. 
Nach dem Ramajana ragte die Burg von Ajodhja, der alten Haupt: 
stadt der Kogala, wie ein Fels, wie ein wolkentragender Berg in die 
Luft. Sie war mit ungeheuern: Thorfliigeln und weiten Hallen 
versehen. Jm inneren Hofe standen die Leibwächter mit Bogen und 
Pfeil und glänzenden Ohrgehängen nebst den Wächtern des Weiber: 
hans,es mit Rohrstäben; man mußte fünf Höfe durchschreiten ehe man 
zu diesem Weiberhause gelangte. Das Epos spricht ferner von vers 
goldeten Zinnen, von goldenen Säulen in den Palästen Cauch Curtius 
gedenkt Vergoldeter Säulen in den Königsbnrgen JndiensJ, von 
Pfauen und gezähmten Panthern, welche in denselben gehalten 
würden 2J. 
Aehnlich wie Megasthenes Palibothra schildert das Ramajana 
die Stadt Ajodhja. ,,Aiodhja war zwölf Jodschana Cdrei Mei: 
lenI lang nnd drei Jodsehana C3X4,.MeilenJ breit, mit Mauern und 
einem breiten Graben umgeben, mit Waffen aller Art und Ver: 
theidigungsmaschinen versehen; sie widerhallte von dem Schwirren 
der Bogensehnen. Lusthaine von Mangobänmen umgaben. die Stadt, 
die Häuser, mehrere Stockwerke hoch, waren nicht durch Zwischens 
rä,ume getrennt, sie standen auf geebnetem Boden und waren mit 
bunten Farben glänzend bemalt. Am Ende der geraden Straßen 
waren die Thore, und die prächtige Königsstraße wurde immer mit 
Wasser besprengt, um den Staub zu dämpfen. Standarten wehten 
in 
1J Dieb; S, 39. Strabon P. 702. .HZrFian. 1;4Jd.710S  
2, 15.17 ed. s2h1egs1. Nat und Damens Abs Vs W s 
Duncker, Gcfä;iäJte des Alterthum0. IIs 
 2; 
35. 
1 7 
Ramajana.
        

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