Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Arier in der alten Zeit
Person:
Duncker, Maximilian Wolfgang
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-70576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-73689
Die 
Schüler 
und 
das 
Volk. 
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Thurme verhungern. Aber Devadatta schleudert vergebens von der 
Höhe des Geiersberges bei Radschagriha einen Stein auf den vor: 
übergehenden Buddha; er vermochte es nur, ihn leicht am Zehen 
zu verwunden; vergebens wird auf Adschata;atru7s Geheiß ein mit 
Kokoswein berauschter Elephant gegen Buddha losgelassen; das wüg 
Wende Thier kniet vor Buddha nieder. Diesen .Verfolgungen zu 
entgehen verläßt Buddha Magadha nnd wendet sich nach c;Travasti. 
Devadatta folgt ihm, um hier den Buddha durch seine Nägel, die 
er vergiftet hat, umzubringen; aber als er sich dem Buddha nähert 
versinkt er in die Hölle, und König Adschata;atru bekehrt sich und 
wird aus einem Verfolger Buddha7s ein eifriger Beschützer seiner 
Lehre. Diese Legende ist ersichtlich behufs der Verherrlichung 
der siegreichen Heiligkeit des Buddha erzählt, indeß enthält sie den; 
noch einen gewissen geschichtlichen Kern. Schon frühzeitig trat unter 
den Anhängern Buddha7s eine Spaltung ein; der Urheber und Füh: 
rer dieser Trennung hieß Devadatta. Noch im siebenten Jahrhun: 
dert u. Chr. gab es in Indien Klöster, welche der Lehre und der 
Regel Devadat.ta7s folgten.  
Unter den ächten Jüngern Buddha7s nehmen nach den Legenden 
Cariputra und Maudgaljajana, Brahinanenföhne ans dem Dorfe 
Nalanda bei Radschagriha, den ersten Platz ein. Nach ihnen nennen 
die Sutra den Kagjapa, einen Brahmanen, Upali, einen Cudra, der 
Bartsiheerer gewesen war d. h. eine der niedrigften, nnreinsten und ver: 
achtetsten Beschästigungen betrieben hatte, ehe er Buddha folgte, un 
zwei Vettern Buddha7s aus dem Geschlecht Cakja, Anurnddha und 
Ananda. Ananda soll den Buddha fünf und zwanzig Jahre hindurch 
ununterbrochen begleitet nnd ,,das Meiste gehört und das Gehörte 
am besten behalten habeu.U Außer diefen werden noch in erster 
Reihe Nanda, ein Stiefbruder Buddha7s, nnd Bnddha7s eigener 
Sohn Rahula genannt. Aber es war nicht die Gunst oder Ungunst 
der Fürsten, es war nicht die Hingebung, die spekulative Kraft seiner 
Schüler, welche Buddha7s Lehre Eingang verschafften. Vielmehr las 
gen die Erfolge Buddha7s gerade darin, daß er sekU2 Lehre UkTht 
C1Uf die Schule, nicht auf die Doktrin beschränkte. Er wagte es, 
aus dem Kreise der Brahmanen, der Vedagelehrte11, MS dem eins 
samen Waldleben herauszutreten, er wagte es, die VUVc2 TWdkti0l1 
und Gesetz dem Unterricht gezogenen Schranken zu durchbrechen, er 
heut nicht wie der bkahmauische Lehrer mit seinen SsI2IiIer1ISid11vgen 
denen nur diese beiwohnen, er richtet feine Worte auf offeuem Markte
        

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