Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Weltgeschichte in Umrissen
Person:
Yorck von Wartenburg, Maximilian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-59837
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-63968
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Das 
neue Europa. 
gebildet. sDieses Land verfiel nun der spanischen Eroberung, ausgeführt 
durch Ferdinand Cortez, der 1519 mit einer geringen Schaar von 
Cuba ausbrach und des Landes Herr ward, dessen Herrscher, Montezuma, 
dabei seinen Tod fand. Allerdings erhob sich noch einmal das gesammte 
mexikanische Volk zu furchtbarem Widerstande; in der Nacht der Trübsal, 
1.X2. Juli 1520, mußten die Spanier die Hauptstadt Mexiko unter 
schwersten Verlusten räumen, allein im nächsten Jahre schon ward Mexiko 
nach äußerstem Widerstande unter furchtbarer Zerstörung abermals ge: 
nommen und das Land blieb von nun an unterworfen. 
Nur ein Jahrzehnt später fiel unter gleicher Vernichtung seiner 
Kultur der andere reiche und wohlgeordnete Staat, Pera. Jhn hatte 
schon 1524 Franz Pizarro auf seine Zugänglichkeit erkundet, dann 
schiffte er sich 1531 von Panama ans mit nur drei Schiffen dorthin 
ein. Er traf die Jnkas .Huascar und Atahualpa, Halbbrüder, im 
Streite um die Herrschaft und dieses benutzend mischte er sich ein, was 
Beiden: Untergang und des Staates Unterwerfung unter Pizarro zum 
endlichen Ergebnisse hatte. 
Indessen nicht die Spanier allein gewannen in dieser Zeit un: 
geheure überseeische Gebiete. Auch Portugal, auf der Bahn der Ent: 
deckungen und weiten kühnen Seesahrten zeitlich sogar den Spaniern voraus, 
hatte in dieser Zeit dauernd bedeutsame Erfolge zu verzeichnen. Vasco 
de Gama, von Lissabon mit drei Schiffen aufgebrochen, umsegelt 1497 
das Kap der Guten Hoffnung und erreicht 1498 Indien. Von nun 
an segten sich die Portugiesen an der Westküste Jndiens und auf dem 
Wege dahin an manchem werthvollen Zwischenpunkte fest und gründeten 
in diesen Gegenden eine bedeutende Kolonialherrschaft, hauptsächlich dank 
den Talenten und Erfolgen des Alfons Albuquerque. 
Die Zeit der Konquista ist gewissermaßen der Höhepunkt der 
katholischen Weltent1vickelung. Wie ein Zeichen dafür ist der Beiname der 
Katholischen, welchen die spanischen Souveräne Jsabella und Ferdinand 
beide führen, und die Theilung der Welt, die Papst Alexander VI. 
durch die Balle vom Z. Mai 1493 vornahm, indem er einen Meridian 
1471s26. G. 
12. 1524. 
1485s2. 12. 1547. Montezuma 1502s1520. Pizarro 
Atahualpa 1525s1533. Vasco de Gama 1469ss24. 
Albuquerque 1453ss16. 12. 1515. 
Cortez 
1541.
        

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