Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Weltgeschichte in Umrissen
Person:
Yorck von Wartenburg, Maximilian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-59837
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-63555
Mongolenherrschast in 
Russland. 
333W 
Die Weltmacht, welche i1n Orient das Uebergewicht gewonnen 
hatte, der Jslam, war ja freilich politisch schon sehr gesunken, auch dies 
Herrschaft Saladdins über Aegypten, Palästina und Shrien war nach 
dem Tode des großen Mannes wieder. der Zerstiickelnng verfallen, als 
jetzt sich gegen die gesa1n1nte orientalische Welt ein furchtbarer Sturm 
erhob. Dem Herren eines Mongolenstammes östlich des Baikalsees an 
den Quellslüfsen des Amur war um 1160 ein Sohn, Temudschin, ge: 
boren worden, der 1175 nach dem Tode des Vaters die Herrschaft 
antrat, um dann unter dem Namen Tfchingis Chan einer der größten 
Eroberer aller Zeiten zu werden. Mit dem Jahre 12l8 waren Nord: 
china und Oftturkestan erobert bis an die Grenzen des damals dass 
gesammte jetzt russische Mittelasien umfassenden Reiches Ch1varism, dass 
seit der Zeit der Sseldschuken:Bewegung unter Herrschern tiirkischen 
Stammes stand, von ihnen zu seiner Größe gebracht war. Jetzt fiel. 
es ebenfalls unter des unüberwindlichen Mongole11fiirsten Streichen, und 
bis 1224 unterwirft und verwüstet dieser das ganze Jnnere Asiens bis 
Indien hinein, dann entsendet. er seine Feldherren nach Persien und 
Russland. Die Schlacht am Flusse Kalka, den 16. Juni 1223, wirft. 
in letzterem Lande den Widerstand nieder, doch ziehen für dieses Mal. 
die Mongolen sich noch wieder zurück. 
Zwar der Gewaltige selbst stirbt am 16. August 1227, allein sein. 
Sohn und Nachfolger Ogotai setzt die Eroberungspolitik fort und nun 
verfällt ihr auch Rußland vollständig. Dort waren die Nachkommen, 
Ruriks bald in Familienzwiste und Reichstheilungen gerathen und da: 
durch das Land in unaufhörliche Wirren und politische Ohnmacht. 
gestürzt worden. Zwar sollte immer einer der Theilfürsten mit dem. 
Titel Großfürst auch eine Obmacht über das Ganze erhalten, jedoch 
war dieses ein in der Praxis natürlich fast nie anerkanntes, meist offen. 
bekämpftes Recht, nnd bald maßten sich auch mehrere der Theilfürsten. 
den großfürstlichen Titel und seine Rechte an. So finden sich Groß: 
fürsten in allen bedeutenden Orten; die von Kiew, welche die ersten. 
waren, werden bald an Macht von denen von Wladimir übertroffen. 
Und diese wieder durch die wachsende Wichtigkeit von Moskau verdrängt. 
Moskau, Wladimir, Nowgorod rivalisirten, als der Enkel Tschingis 
Chans, Batü Chan, von. dem Großchan. Ogotai entsendet 1237 wieder 
Tschiugis Chan 1s175H6. 8; 1227H 
1227s 
Ogotai 
O124l.
        

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