Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Weltgeschichte in Umrissen
Person:
Yorck von Wartenburg, Maximilian
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-59837
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-62752
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und 
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Das Römerreich war schon endgültig in Stücke gebrochen, das 
Christenthum ecnporgekommei1 und zum herrschenden Gedanken der westi 
lichen Kulturwelt geworden, die sich an und mit ihm neu auferbaute, 
als auch die östliche Welt eine ebenso tiefgehende religiöse Bewegung, 
eine ebenso völlige geistige Wiedergeburt erfuhr. Aber je mehr diese 
Bewegung nun auch ihr künftiges politisches Dasein regelt und bestimmt, 
je mehr sie alle Geister durchtränkt und beherrscht, um so mehr trennt 
sie endgültig den Orient von dem ganz vom Christenthume lebenden 
Occident und schließt ihn aus von der christlich:europäischen Kultur, ihm 
eine mit dieser unversöhnliche Eigenart verleihend, damit aber ihn, wie 
von Jahrhundert zu Jahrhundert deutlicher erkennbar wird, zu geschiiht2 
licher Unsruchtbarkeit verdammend. Diese Erscheinung .ist der Mohams 
medanismus. 
Sein Stifter Mohammed Sohn des Abd Allah ward geboren 571 
zu Mekka in dürftigen, sich dann aber bei seiner Heirath mit der 
Chadidsc;a einer viel älteren Frau günstig gestaltenden Verhältnissen. 
Doch diese materielle Sicherheit hatte nicht auf ihn den Einfluß ihn 
dieselbe gemächlich genießen zu lassen. Seine schwer flüssige aber doch 
leidenschastliche Natur fühlt sich den höchsten Fragen des menschlichen 
Geistes zugewandt, er vertieft sich in religiöse Zweifel, bis dann diese 
Seelenkämpfe schließlich in Ekstase sich zu der Ueberzeugung verklärten, 
Gott habe ihm seine Offenbarung unmittelbar ins Herz gesenkt und 
und sie allem Volke zu verkünden sei er berufen. Mohammed ist Ge: 
57l
        

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