Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Nürnberg
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-57405
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-58595
104 
Nürnberg. 
Figurengruppen an den S0ckeln unter den 2lposteln, beispielsweise der mit 
einer Jammermiene dasitZende entthronte Zeus s2lbb. 67J unter der würde: 
vollen Paulusstatnette, und die von Tod und Teufel andauerte Venu5 unter 
der durch besonderen Formenadel ausgezeichneten Gestalt des jug,endschönen 
Johannes. Dazu kommen dann die in der Höhe über den Zlposteln auf: 
gestellten kleinen Gestalten, die man als Jüngers Christi im weiteren Sinne auf: 
zufassen hat und das auf der mittleren Kuppel stehende Christkindchen, das den 
Völkern das Heil gebracht hat. Damit aber ist der sigürliche Schmuck noch nicht 
21dbs 
Der 
Lorenzkirä2e. 
ersd7öpft, vielmehr finden wir außerdem über das ganze Werk verstreut eine Schaar fröh: 
licher Putten, die sich vor jugendlichem Ueberinut nicht zu lassen wissen und die 
t0llsten Streiche begehen s2lbb. 68J. Teils stehen sie in unmittelbarer Verbindung 
mit dem Ornan1ent, teils tun1meln sie sich frei herum, wo sie gerade Platz haben, 
auf den Sockeln, Deckplatten, Verbindung5bogen, Baldachinen und Kapitälen. 
Statt zu musizieren, treiben sie mit ihren Instrumenten allerlei Unfug, lauschen dein 
Gesang der Vögel, balgen sich mit jungen Hunden herum, und wagen e5 sogar, 
die ruhig gelagerten Löwen zu necken. In diesen besonders frisch und keck ent: 
worfenen und meist ganz skizzenhaft behandelten Figürchen spricht sich der jugend: 
frohe und natürliche Sinn der Renaissance am unmittelbarsten aus. Einen im
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.