Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Principien der Perspektive und deren Anwendung nach einer neuen Methode ; mit 4 Tafeln
Person:
Seeberger, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-53584
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-53924
des Bildes nicht zu nahe kommen, noch weniger aber über den: 
fCIbE11 hinausfallen; denn es wäre dann der Beschauey veran: 
laßt, sich dem Bilde nicht gerade gegenüber zu fteUe,1k,WIL;kndern 
f0 weit zur Seite zu treten, als der Augpunkt außerha XYJe11r 
Bilde liegt. D 
Distanz. 
Die Distanz ist die kürzeste Entfernung des Auges von der 
Tafel CBildJ oder die Weite vom Auge zum Augpunkt. 
Durch die Distanz ist daher die Stelle genau bezeichnet, wo 
sich eigentlich das Auge des Beschauers befinden sollte. Die 
Wahl der Distanz ist gleichfalls sehr wichtig; denn von ihr 
hängt es ab, ob die Linien eines Bildes angenehm oder ver: 
zerrt erscheinen. Ein häufig vorko1un1ender Fehler ist: daß sie 
zu kurz angenommen wird, aber auch der Gegensatz einer allzu 
großen Distanz kann zum Fehler werden. 
J1n Allgemeinen ist sie gut ge1vähli, wenn man die ganze 
Vildfläche leicht überschauen kann, ohne dabei den Kopf wenden 
zu müssen. Dieser VorausseHung entspricht einesDistauz, deren 
Weite die größere Seite des Bildes ein und ein halb: bis 
zweimal beträgt. 
Das Mehr oder Weniger hängt von der wünsehens3werthen 
Erscheinung der darzustelleuden Gegenstände ab und1nuß häufig 
dUUkJ einige Versuche festgestellt werden. Um aber der Un: 
gEwißheit durch Vorherbestimmung der Distanz zu entgehen, ist 
es immer besser, wenn der Künstler sein Bild erst nach dem 
Gefühl mit Ueberlegung entwirst und die Hauptsachen und 
VVI7kJ0rrschenden Linien seinem Geschmack entsprechend, anordnet. 
Aus diesem Entwurfe kann man dann mit Hilfe des Horizontes 
und des Augpunktes nicht allein die Distanz, sondern auch alle 
übrigen Hilfspuukte ableiten und so die Wissenschaft dem Ges
        

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