Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wege zur Kunst
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-51021
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-51824
Nichts, was ich jemals sagte, ist wahrer oder noth: 
wendiger, nichts hat man mehr mißverstanden und 
falscher ausgelegt, als meine Behauptung, daß die 
Künste selber niemals auf rechtem Wege sein können, 
wenn nicht ihre innere Triebfeder, ihr Motiv richtig 
ist. Man mißversteht mich folgenderweise. Maler, die 
niemals ihr Handwerk verstanden haben und keine 
Linie richtig zeichnen, kommen beständig zu mir und 
rufen aus: ,,Betrachten Sie mein Bild; es muß 
gut sein. Ich hatte ein so edles Motiv, ich habe 
mein ganzes Herz hineingelegt und habe Jahre lang 
über die Ausführung desselben nachgedacht.ss 
Wohlan, für solche Leute wäre die einzige Ant: 
work, besäße man die Grausamkeit, sie zu geben: 
,,Freund, Sie haben nicht das Talent, in noch so 
vielen Jahren über irgend etwas nachzudenken; 
es fehlt Ihnen der Kopf dazu; und wiewohl Sie 
vom herrlichsten Motiv bewegt find, stark genug, Sie, 
wenn Sie nur erst ein Bild malen könnten, langsam 
im Feuer zu verzehren, so können Sie doch keines 
malen, nicht einmal einen halben Zoll davon: es fehlt 
Ihnen die Hand.ss 
Aber noch bestimmter müssen wir den Männern, 
welche ihr Handwerk verstehen oder, wenn sie wollten, 
verstehen könnten, sagen: ,.Freund, Sie haben die 
Gabe, und zwar eine gewaltige. Sehen Sie zu, daß 
Sie Ihrem Volke ehrlich damit dienen. Ihnen wurde
        

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