Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wege zur Kunst
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-51021
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-51767
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und mähen, das alles erfordert viel Uebung und Ge: 
schicklichkeit. Die von dem Hirten gehandhabte Schere ist 
ein rohes Werkzeug, doch verrichtet sie in geschulter Hand 
höchst gewandt die Arbeit. Ein guter Landarbeiter weiß 
gewöhnlich so viel vom praktischen Landbau wie sein 
Herr, und ist so geschickt, mit Vieh umzugehen, wie ein 
Thierarzt u. s. W. 
Man stelle solcher vollblütigen Menschenkraft 
das blutleere Menschenmaterial gegenüber, welches 
unsere moderne Arbeitstheilung erzeugt hat, und 
man frage sich, welcher Typus der zu einer 
höheren Kulturentwicklung tauglichere ist. 
Das erste Gebot des Dekalogs der Ruskinschen 
Kunftlehre lautet, daß zum Zwecke einer stufen: 
weis aufsteigenden, ununterbrochenen Erziehung 
eines Volkes es streng durchgeführten Beschäftig: 
ungen obliegen muß. Diese Beschäftigungen, 
durch welche sämmtliche Gliedmasfen und Sinne 
entwickelt werden, dürfen zuweist nur in Hand: 
arbeiten bestehen: Handarbeit auf dem Felde 
und Handarbeiten im Bereich der nühlichen 
Künste, denn aus diesen, richtig geleitet, ent: 
wickeln sich naturgemäß die schönen Künste. 
Nur in der Macht der nahrungerzeugenden 
Länder, meint Ruskin, liegt es, eine veredelte 
Menschenrasse heranzubilden; denn sie sind die 
Herren und die Musterländer, indessen diejeni:
        

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