Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wege zur Kunst
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-51021
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-52747
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Dennoch ist der Grundsatz, hinsichtlich aller dieser 
Dinge durchaus einfach. Wenn der Künstler, welcher 
Hausgeräthschaften, Gefäße, Vasen und Zeichnungen 
für Gewebe und dergleichen ersinnt, beständig darauf 
bedacht ist, in den Grundzügen seiner Arbeiten, die 
Formen der Natur nachzubilden, so mag er nachher 
mit vollkommener Sicherheit sich in allen möglichen 
geometrischen und formellen Entwürfen ergehen, 
wenn er sich nur an diesen Lebensstamm ans 
klammert. Giotto, in erster Linie ein Maler und 
Bildhauer der menschlichen Gestalt, ist in zweiter 
Linie der vorzüglichste Zeichner für farbenreiche Mo: 
saiken in den verschiedenartigsten Zusammenstellungen. 
CelIini, der in allen höheren Branchen der Metall: 
arbeit die Natur vollkommen nachahmt, ersinnt in 
allen untergeordneten die besten Mundstücke für Kelche 
und Griffe für Vasen; Holbein, der sich vor allem 
der edlen Kunst wahrheitsgetreuer Portraitmalerei 
widmete, ersinnt die herrlichsten Zeichnungen für 
Gewandstickerei und Wappenmalerei; Michel Angeln, 
der vor allem Körper und Glieder zeichnet, bringt, 
wo die Massen am wuchtigsten sind, seine Säulens 
reihen, und wo die Schatten am höchsten sind, feine 
Kuppelwölbungen an. Doch wenn Sie einmal den 
Halt an diesem Lebensstamm verlieren und Verziers 
ungen entwerfen, sei es unbewußt, indem sie herzlosen 
Launen folgen, wie es der Jndier thut, oder wenn Sie
        

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