Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wege zur Kunst
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-51021
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-52550
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Hand, um NüHliches zu erzeugen, sich wesentlich von 
der Gefühlswelt trennt; denn die Gefühle schaden, 
wenn sie bei maschinenmäßiger Verrichtung eindringen, 
weil diese immer ganz ebenmäßig ohne GefühlssBeis 
mengung vor sich gehen muß. Die schönen Künste 
jedoch müssen von einer den Mechanismus durchdrins 
genden Stimmung getragen sein, und bis der Kunsts 
beflissene zu fühlen beginnt und alles was er thut 
vom Strome seiner Gefühle bestrichen wird, ist er 
kein Künstler. Die englischen Künstler sind jedoch 
allerhand Versuchungen ausgeseßt, welche ihr Gefühls: 
leben abstumpfen. Ich bin entmuthigt, so oft ich 
meine Schüler anrede, weil ich nicht weiß, auf welche 
Weise ich ihnen kühn heraussagen soll, was sie thun 
müssen, weil ich fühle, wie schwer durchfiihrbar es ist. 
Man stellt allerhand Anforderungen an sie. Geld 
läßt sich auf alle möglichen Weisen, nur nicht auf 
die richtige machen. Studirt man und malt man, 
wie man studiren und malen soll, so darf man dessen 
sicher sein, daß das Publikum Einen ganz gewiß auf 
lange Zeit unbeachtet lassen wird. Wenn man langes 
nommen, daß Talent vorhanden sey aus falsche Art 
studirt, um die Aufmerksamkeit des Publikums auf 
sich zu lenken, so dürfte es sich bald lohnen; der Lohn 
wird sich jedoch nicht so bald einstellen, wenn er auf 
ehrliche Weise erstrebt wird. Die Pfade einer rechten 
und echten Lehrzeit sind stille und nahezu von aller
        

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