Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gothik und Renaissance
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-49522
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-49953
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Geister ausnahmen und aus unvoUkommenen"""BrFcJ- 
theilen voller Mängel  Mängel, welche aus jedem 
Meißelscl)lag sprechen  ein untadelhaftes Ganzes 
aufbauten . . . . 
Die erste Ursache des Verfalls der europäiscl)en 
Künste war die unerbittliche Forderung einer durch- 
aus meisterhaften Technik, eine Forderung, die eben- 
sowenig unfähig war zu schweigen, wo man der 
Größe huldigte, als das Schlechte anzuerkennen.  
Ihre 5Iäeue1:ungz9-last. 
Der Arbeiter wird ganz und gar Sklave, wo die 
einzelnen Bautheile s1chdurchgehends wiederholen; denn 
eine durchaus vollendete Ausführung kann nur erlangt 
werden, wenn man den Arbeiter ein und dieselbe 
Arbeit und keine andere thun läßt. Den Grad der 
Herabwiirdigung des Arbeiters nimmt man leicht wahr, 
indem man prüft, ob die einzelnen Theile sich gleichen 
oder nicht. Wenn, wie bei griechischen Bauwerken, alle 
Kapitäle dieselben sind, und ein Zierrath dem andern 
gleicht, dann ist die Arbeits-weise eine durchaus nie- 
drige. Wenn jedoch, wie bei den aegyptischen und 
ninivetischen Bauwerken, die sUmrißzeichnung stets 
wechselt, wiewohl die Behandlungsweise gewisser Ge- 
stalten sich immer wiederholt, dann steht der Arbeiter
        

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