Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schloß und Schule von Fontainebleau
Person:
Kolloff, Eduard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-46908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-47974
Die 
Galerie 
Fkanz7 
Doch wenden wir uns aus der traurigen Gegenwart 
in die anziehendere Vergangenheit, wo diese Raume, ohne 
Spuren vandalischer Verwüstungen und barbarischer Ueber: 
klecksungen, im vollen, ungetrübten Glanze ihres reichen 
kiinstlerischen Schmuckes als Meisterstücke der Freskomale: 
rei und Ornamentik prangten. Einer der ersten Säle, 
welche Franz l. in italienischem Style decoriren ließ, ist 
die nach diesem Könige benannte Galerie, die im Gegen: 
sah zu der ebenfalls von Franz l. erbauten größeren Ulys: 
sesgalerie auch den Beinamen der kleinen und eine 
Länge von ls8 bei einer Breite von is Fuß hat. Ihre 
Aussthmückung ist höchst bemerkenswerth. Die Kunst des 
Malers und Bildhauers hat die des Architekten aufs 
wirksamste unterstützt und alles aufgeboten, das Innere 
reich und prachtvoll auszustatten. Die Verzierungen be: 
stehen in einer sehönen vergoldeten Decke, einem gewiir: 
selten Fußboden und kostbarem Wandgetiifel. Die flache 
Decke, die sich jeht nicht beurtheilen läßt, weil sie dick 
mit Oelfarbe angestrichen ist, mochte sith ganz stattlich 
ausnehmen; sie ist in eben so viele große Felder, als 
Bogenspannungen da sind, abgetheilt, und jedes größere 
Feld wieder in musivisch zusammengeseHte kleinere Felder 
von mannigfaltigen, geschmakkvollen Miistern und mir 
vergoldeten Zierleisten abgefacht. Diese Decke entspricht 
dem rings im Saale herumlaufenden Wandgetöifel, weis 
ä;es, wie die Decke, aus Nußbaum gearbeitet und aus 
Feldern besteht, in denen Salamander, französischeWaps 
pen, Trophciens und Nau1enszüge Franz, I. geschn,iht End. 
Der künstlich getöifelke Fußboden war der Pracht des
        

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