Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schloß und Schule von Fontainebleau
Person:
Kolloff, Eduard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-46908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-47339
und 
SthlOß 
Schule 
Fontainebleau. 
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Charakter. Es ist ein Pavillon, dessen IT Fuß breite 
Jagade in der Höhe das Diagonalmaß des Vierecks hat, 
ein fürs Auge angenehmes Verhältniß. Die Höhe ist 
in drei gleiche Theile abgetheilt und zerfällt in der Breite 
ebenfalls wieder in drei Theile durch Sandsieinpilaster mit 
zusammengeseHten Capitälen, in denen die Zeichen oder 
Anfangsbuchsiaben Franz. I. vorkommen. Der mittlere Theil 
isi mit drei großen über einander gestellten Arkaden durthbros 
then, deren Bogenspannungen auf Säulen aussehen. Die 
untere Arkade bildet den Thoreingang mit einem offenen 
Vestibul; die beiden andern waren ebenfalls offen, nach 
Art italienischer Loggien; seitdem sie mit Glasscheiben 
versehen sind, hat das Gebäude seinen monumentalen 
Charakter verloren und das Aussehen eines bewohnten 
PaVillons; und die mit Pilasiern und Frontons verzier: 
ten Seitenfensier erscheinen jeHt lächerlich klein. Da 
übrigens der Boden mit der Zeit viel höher geworden, 
so ist der Unterbau verseharrt und hat das Thor nicht 
mehr seine ursprünglichen Verhältnisse. So wie es an: 
fangs war, verdiente es um so weniger die Kritik des 
Benvenuto Cellini, da es ihn an die Anlage eines 
Thores seiner Vaterstadt Florenz erinnern mußte. Die 
spiHigen Dächer und hohen Schornstein mochten freilich 
ein italienisches Auge verletzen, welches an die glatten 
Dcicher, an die Terrassen und durchbrochenen Loggien 
gewöhnt war, die jenseits der Alpen die Gebäude so 
malerisch krönen; aber auch abgesehen von dem Dache, 
das übrigens durch zierliche Dachfensier, deren Bau: 
system Mansard verdorben hat, bedeutend erleichtert ist, 
bot dieser Bau, ungeachtet seines halbgothischen Ge: 
schtnaXs, doch eine imposante Masse dar und verrieth
        

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