Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schloß und Schule von Fontainebleau
Person:
Kolloff, Eduard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-46908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-47122
s286 
Schloß 
und 
Schule von 
Fontainebleau. 
praßte, die ihm der König zum Ankauf antiker Sknlp: 
turen anvertraut hatte; ferner der SienesersJacopo Pac: 
chiarotto Ct535J, der nicht lange in Frankreich geblieben 
oder bald nach seiner Ankunft daselbst verstorben sein 
muß, da von seiner dortigen Wirksamkeit sich keine Spur 
und Nachricht erhalten hat; sodann der Florentiner Rosso 
st530J, der Nachahmer Michelangelois, dessen Kunst: 
weise er nach Frankreich brachte, wo seine Gemcilde so 
viel Beifall fanden, daß er zuerst den Titel des ersten 
Hof1nalers erhielt, dann zum Oberwerkmeister der Kunst: 
Unternehmungen des Königs in Fontainebleau ernannt 
und unter dem Namen Meiste Rom; nationalisirt wurde. 
Sein gewaltsamer früher Tod brachte seine unvollendeten 
Arbeiten in die Hände des Primaticcio aus Bologna, 
welcher, in der Schule des Giulio Romano gebildet, auf 
Empfehlung des Herzogs Friedrich von Mantua in die 
Dienste des Königs getreten war CI5:31J und, als RosTo 
im Jahr I541 starb, Oberaufseher der Arbeiten zu Fort: 
tainebleau wurde. Gleichzeitig erschienen der Steinschnei: 
der Marco del Nassaro von Verona, welchen Franz l. 
zum Miinzmeister ernannte, der Bildhauer Agostino della 
Robbia, ein Neffe des berühmten, besonders durch seine 
Arbeiten in gebrannter Erde ausgezeichneten Lnca della 
Robbia, und der Goldschmied Benvenuto Cellini, dessen 
interessante Memoiren so merkwürdige Ausschliisse und 
Nachrichten über jene Zeit geben. VigxwIq wurde nicht 
sowol als Baumeister, sondern als Erzgießer aus Rom 
berufen. Sebastiano Serlio endlith ist der erste Architekt, 
den Franz l. als solchen aus Italien kommen ließ. 
Die meisten königlichen Lustschlösser in Frankreich wa: 
ren indeß schon vor der Ankunft diese: italienischen Mei:
        

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