Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Schloß und Schule von Fontainebleau
Person:
Kolloff, Eduard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-46908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-48147
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Schloß und 
von Fontainebleau. 
Schule 
königl. Wappen und die drei verschlungenen Halbmonde 
nebst den andern Sinnbildern der Diana von Poitiers 
geschnitz,t sind. die uns hier allenthalben an Wänden und 
Decke zwischen den Malereien und Bildhauereien entges 
gentreten. Das glückliche Gemisch von Gold, Silber 
und Holz im ganzen Saale ist von wunderbar reicher 
und zierlicher Wirkung; man kann Ich nichts Gefz11i, 
geres fürs Auge, nichts Lachenderes für die Einbildungs: 
kraft denken, als dieses Ensemble von Ornamenten, in 
reizenden Contrasien, hübschen Compositionen und Sinn: 
bildern vereint und bis ins kleinste Einzelne meisterhaft 
vollendet. Ueber der Eingangsthür, in der ganzen 
Breite des Saals, ist eine von zierlichen Kragsteinen 
getragene Orchestertribune mit einem geschniackvoll ge: 
schniizten und reich vergoldeten Holzgeländer, und am 
andern Saalende ein großer Prachtka1nin, der bis an 
die Soffiten der Decke reicht und aus zwei Theilen be: 
steht. Den unteren höchsten.Theil krönt ein dorisches 
Gesims, welches früher zwei bronzene Sathrn trugen, 
deren Stelle jetzt zwei plumpe Stucksciulen versehen, 
welche dem Monumente seinen Charakter benehmen. Der 
Raum zwischen der Kaminösfnung und dem Gesimse 
enthält als Ornatnente ein großes lateinisches H, drei 
Lilien und zwei mit Lorberzweigen umwundene Halb: 
monde. Der obere Theil hat kannelirte ionische Pilaster, 
die gekuppelt stehen und ein Gesimse mit volutenförmi: 
gen Zierathen tragen. Die Basis der Pilaster ruht 
auf Sockeln, an denen die verschlungenen Jnitialen 
Heinrichs 1l. und Dianens von Poitiers angebracht sind. 
In der Mitte des oberen Theils erblickt man das fran: 
zösische Wappen, oben drüber mit dem Halbmonde und
        

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