Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Künstler des neunzehnten Jahrhunderts
Person:
Pecht, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-38842
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-42535
Erste Erfolge. 
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könne, ob man es nicht brauche. Dasselbe lautete dahin, daß 
der junge Achenbach zwar viel Talent aber wenig Fleiß be- 
sitze,  was um so ungerechter war, als ein unermeßlicher 
Fleiß sich bei ihm mit der werkwürdigsten Arbeitskraft, wie 
sie nur einer so robusten Natur möglich ist, von jeher ver- 
band. Aber freilich äußerte sich dieser Fleiß nicht im Stille- 
sitzen, sondern darin, daß er beobachtete und zeichnete wo er 
nur immer ging und stund. Da skizzirte er z. B. vom Fenster 
des am Rhein gelegenen Akademiegebäudes aus das Leben 
und Treiben der Schiffsnmnnschaften und Lastträger an dem 
-Quai unten, so daß er Tausende solcher kleiner im Fluge er- 
haschter Motive heute noch besitzt, und hatte dann nichts ge- 
malt, wenn der Herr Professor kam. 
In Schweden blieb der sechzehnjährige junge Mensch 
nach des Vaters baldiger Rückreise, fortwährend Studien zeich- 
nend und malend, allein zurück, und kehrte dann über Hol- 
land heim. wo er endlich mit Entzücken die Werke der nieder- 
ländisihen Schule kennen lernte, deren Studium ihn auch 
einige Monate"sesthielt. Noch dort malte er einen Strand 
von Malmö, der alle Welt, nur seinen Lehrer Schirmer 
nicht entzückte. Endlich zurückgekehrt, fieng er jetzt gleich eine 
Tafel von sechs Fuß Länge an, eine schwedische Strand- 
szene bei heftigem Sturm, wo man in der Ferne ein 
brennendes Schiff sieht, auf welche ihm der junge Alfred 
Rethel die Stasfage malte. Dies; Bild machte nun durch die 
Kühnheit der Komposition wie die Neuheit der Technik solches 
Aufsehen, daß der in Diisseldorf residireude Prinz Friedrich, 
der mit seinem kleinen Hofstaat den Mittelpunkt der dortigen 
höheren Gese11schaft bildete, dasselbe für seine Pkivc-tsamm- 
lang erwarb. Diese frühen Erfolge seines so glänzend bcgabtcn, 
Peche, deutsche se-i"mst1ek. In. 22
        

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