Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Künstler des neunzehnten Jahrhunderts
Person:
Pecht, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-38842
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-40991
Pexsdu1ikhkk"it, 
183 
,,Jch erreichte dieß Resultat vor allem dadurch, daß ich 
die jungen Leute, die bisher ziemlich leblos nur nach dem 
palladianischen System gelehrt worden waren, sofort auf das 
Studium ihrer herrlichen nationalen Bauwerke aus alten 
Zeiten hinwies, mit denen Mailand ja gefüllt ist. Nicht 
minder dadurch, daß ich ni(ht den geringsten Unterschied zwi- 
schen ihnen machte, den ärmsten Bergamasken genau so be- 
handelte, wie den reichen Mailänder Conte, und mich bei 
jeder Gelegenheit persönlich für sie verwendete, ihnen ihre 
Laufbahn zu erleichtern suchte, wie ich es mit meinen hiesigen 
Schülern auch thueH" 
 Indem ich nun selber das Wort nehme, darf ich wohl 
hinzufügen, daß zu jenem. ersten Erfolge bei seinen italieni- 
schen Zöglingen wohl die überwältigende Persönlichkeit des 
Meisters zum guten Theil mitgewirkt haben mag. Groß und 
wohlgebaut, starkknochig mit dem Ausdruck der entschiedensten 
Energie in dem ächt schwäbisch eigensinnigen Kopf mit der 
knotigen Stirne Und den von Geist und Muth blix;enden 
blauen Augen war wohl kein italienischer Rapin Mannes 
genug, sich ihm erst lang zu wider-seyen. Die außerordentliche 
Wohlredenheit Schmidt"s,  jene Eigensc)ast, die der Jtaliener 
so hoch schätzt, that dann das Uebrige, wie ihm dies Talent 
der Beredtsamkeit, das er in so hohem Grade besitzt, auch 
noch später gar oft den Weg .geebnet hat. Denn wer wüßte 
es nicht, wie selten Behörden und sonstige Austraggeber etwas 
von Architektur oder Kunst überhaupt verstehen? 
Nachdem er alle Anerbietungen der Mailänder Regie-
        

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