Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Künstler des neunzehnten Jahrhunderts
Person:
Pecht, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-35496
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-37825
ssp7ssssusc. 
fallend.U Der berühmte Meister, an welchen er durch Grill: 
parzer empfohlen war, frug ihn, ob er von feinen Arbeiten 
nichts bei sich habe, was nicht der Fall war. Den andern 
Tag benutzte Schwind jedoch, sich hinzusehen, um eine 
Zeichnung aus dem Tasfo zu machen, die er dem.Meister, 
der ihn mit dem eben aus Rom augekommeuen Schnorr 
und Hieß zum Abendessen geladen, brachte. Darüber müssen 
wir Schwind7s originelle Erzählung selbst hören: ,,Er fragte 
mich um die Zeichnung, und ich ging in7s Vorzi1nmer, wo 
ich sie gelassen hatte, und war unterwegs noch dumm genug 
zu denken, wenn er jetzt keck sagt, daß ich ein Esel bin, so soll 
er erst noch zusehen, ob ich ihm7s glaube.... Er nahm sie, 
stellte sich zum Licht und sah sie lange mit etwas zusammen: 
gezogenen Augenbraunen an, was seine schwarzen Augen noch 
durchdringeuder und seuriger machte. Schnorr und Heiß traten 
von ihm weg, wie sie überhaupt bei aller Fidelität ungemein 
höflich gegen einander sind, und ich stand mit Eberle beim 
Ofen, so daß, ich sein Gesicht von der Seite fah. Unterdeffen 
trat Corneliuss auf mich zu, nahm die Zeichnung in die Hand 
und sagte halb leise, während die Andern fortredeten: ,Daß 
die Zeichnung Talent verräth, davon rede ich nicht, aber Sie 
haben für Ihre Jahre eine zu große LeichtigkeitJ Er zeigte 
auf einige Falten: .Das ist nicht streng genug, zu gewöhnlich, 
fast schon Manier. Es wäre schlecht, wenn ein Historienmaler 
alles nach der Naturi machen müßte, man muß aus der Er: 
innerung natürlich zeichnen können. Es hätte wenig mehr 
Nachdenken gebraucht, so wäre es gut geworden. Nur Ernst, 
nur keinen Strich schlechter machen, als man im Staude ist.i 
Er sah mir immer fest in die Augen und wiewohl er mir 
nicht viel Schönheiten sagte, wendete ich keinen Blick von ihm.
        

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