Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Künstler des neunzehnten Jahrhunderts
Person:
Pecht, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-35496
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-35845
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Durch diese ganze Periode zieht sich nun die schwär: 
inerisihe Freundschaft mit Friz Flemming in Nenß, einem 
sehr begabten jungen Manne, von dessen wohlhabender Familie 
Cornelius viele Förderung empfing, während die Correspondenz 
mit ihm selber uns die interessantesten Einblicke in das Ges 
1uüth des jungen Künstlers gestattet. Die starke Vaterlands: 
liebe, der. glühende Franzosenhaß und das sichere Bewußtsein 
des eigenen hohen Beruses, treten uns als die festen Punkte 
in den sonst noch so sehr schwankenden Meinungen entgegen. 
Aus dem Jahre 1803 stammt die Aeußerung Cornelius7: 
,,ich finde nach genauer Selbstpriifung, daß ich.die Kunst auf 
einen ziemlich hohen Grad bringen könnte, doch ich müßte 
jeht auch bloß mit ihr beschäftigt sein und blos das Höchste, 
was je alte und neue Kunst hervorbrachtcn, müßte das Muster 
meines täglichen Lebens sein.ll  ,,Und selber für das 
Hohe unterliegen, ist für den edlen Sinn ein himmlisch edles 
Siegen.0 
Die romantische Richtung erhielt in ihm definitiv den 
Sieg in Frankfurt, wohin er in1 Jahre 1809 nadh dem Tode 
seiner Mutter seinen Wohnsitz für zwei Jahre verlegte, vielleicht 
um Dalberg näher zu sein, aus dessen Unterstützung ihm 
Hoffnung gemacht worden war, und die ihm auch wirklich 
in der Form eines Stipendiums nach Rom angeboten wurde. 
Da seine Verleihung aber an die Bedingung geknüpft wurde, 
daß er sich an die Manier des ganz sran.zösisch gebildeten 
fürstlichen Hoftnalers Kaufmann halte, so wies es Cornelius 
zurück. Ausopsernde Freunde und Beschützer  unter den 
ersteren der Kupserstecher Barth und Maler Xcller, unter den 
leHteren Kunsthändler Wenner  erwarb er sich auch in 
Frankfurt bald. Der feurige Jüngling mit den dunkelgliis
        

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